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Andacht vom 08.08.2008:

Wer macht den ersten Schritt?

Sündigt aber dein Bruder an dir, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Matthäus 18,15

Wir reden oft zu viel und zudem Unpassendes und dann noch zum falschen Zeitpunkt. Wir sind hingegen sprachlos denen gegenüber, mit denen wir unbedingt reden müssten. Das hat nicht nur Jesus so gesehen; das erleben wir als schmerzhafte Wirklichkeit in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. Dabei sollte uns doch bewusst sein, dass wir noch nicht in einer heilen Welt leben.

Auch als Nachfolger Jesu begehen wir Fehler und verletzen einander - oft ungewollt, leider manchmal auch gezielt. Als Folge davon trennen uns Mauern oder tiefe Gräben von unseren Mitmenschen. Es fällt uns auch leicht, Gleichgesinnte zu finden, mit denen wir ausgiebig über das unmögliche Verhalten des anderen reden können. Wenn der andere unsere Sicht teilt, triumphieren wir da nicht innerlich? Jetzt sind wir kampfbereit und warten nur noch darauf, den Schuldigen gebührend zu empfangen, wenn er doch kommen sollte, um sich zu entschuldigen. Er soll noch lange spüren, was er uns angetan hat!

Jesus denkt anders. Nicht der Schuldige hat den ersten Schritt zu wagen, sondern der Geschädigte. Fordert er hier nicht zu viel von ihm? Erst verletzt werden und dann auch noch auf den Verursacher zugehen? Jesus fordert hier nichts, was er nicht selbst praktiziert hätte. Er bat noch am Kreuz: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." (Lk 23,34) Er verließ den Himmel und kam auf diese Erde, um die Menschen zu suchen, die an Gott und damit auch an ihm schuldig geworden waren. Dies tat er, um sie mit Gott zu versöhnen, nicht um sie zu bestrafen. Er blieb dieser Absicht bis zum Tod am Kreuz treu. Wir leben heute davon und dürfen mit Zuversicht auf die endgültige Befreiung von Sünde und Tod schauen.

Es passt nicht, wenn wir als erlöste Menschen dem anderen gegenüber ein hartes Herz und einen verschlossenen Mund behalten und nur auf seine Demütigung warten. Das widerspricht dem Evangelium und kann uns sogar vom Reich Gottes ausschließen. So deutlich drückt es Jesus in seiner Erklärung zum Vaterunser aus (Mt 6,14.15). Ich wünsche uns allen heilende Worte, um Brücken zur Versöhnung zu schlagen.

Klaus Heilmann

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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