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Andacht vom 14.02.2009:

Gut gemeint und doch daneben

Jeder von uns lebe so, dass er seinem Nächsten gefalle zum Guten und zur Erbauung. Römer 15,2

"Seid nett zu einander." Mit diesem Motto wurden wir erzogen. Es hat sich gut bewährt, besonders dann, wenn ich das Verhalten meiner Mitmenschen als angenehm empfand. Aber gut meinen und gut machen ist doch ein Unterschied, der gelegentlich sehr intensiv deutlich werden kann.

In einer Versammlung von Gläubigen hörte ich einem Mann zu, der als Übersetzer die Ansprache eines ausländischen Pastors recht flott ins Deutsche übertrug. Anschließend ging ich zu ihm und brachte meine Anerkennung für die gute Übersetzung zum Ausdruck. Das Kompliment beantwortete er kurz mit dem Urteil: "Du Spötter." Ich verstand, dass er meine Worte nicht als ehrliche Anerkennung wertete. Welch ein Missverständnis! Ob wohl der Apostel Paulus unser Sprichwort auch schon kannte: "Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann"?

Trotzdem will ich mich weiter im Erlernen dieser Kunst üben. Dazu hat mich ein freundlicher ausländischer Mitbürger ermutigt. In jenem Jahr fiel der 14. Februar auf einen Dienstag. Er hatte von dem Brauch bei uns in Westfalen (und nicht nur dort) gehört, dass man am Valentinstag einer weiblichen Person, die man wertschätzt, möglichst einen Blumenstrauß schenkt. Und weil wir ihn schon wiederholt bei uns zu Gast hatten, brachte er meiner Frau am "Falendienstag" einen prachtvollen Blumenstrauß mit. Er hatte es wirklich gut gemeint. Und gerade wegen seines sprachlichen Missverständnisses haben sich alle Beteiligten um so mehr gefreut.

Der Wortlaut "gefallen zum Guten" kann auch missverstanden werden. Wir gefallene Geschöpfe bilden uns oft ein, gut sei nur das, was uns gut gefällt.

In Wahrheit weiß unser Schöpfer am besten, was wirklich gut für uns ist und uns auch so erbaut, dass wir geistlich wachsen können. Jesu Lehre und liebevolles Handeln hatten leider nicht allen Menschen gut gefallen. Doch "wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben" (Joh 1,12).

Nimm ihn heute in dein Leben auf. Das ist das Beste, was ich dir heute wünschen kann. Dann erst wirst du in der Lage sein, den Rat des Apostels Paulus auch praktisch umzusetzen.

Erwin Meier

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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