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Andacht vom 06.05.2010:

Auch darin hat die Liebe Gottes bei uns ihr Ziel erreicht, dass wir dem Tag des Gerichts voller Zuversicht entgegensehen; denn so wie Christus mit dem Vater verbunden ist, so sind ja auch wir es in dieser Welt. 1. Johannes 4,17 (Gute Nachricht Bibel)

Wir schreiben den 19.. MAI des Jahres 1780. Der Landtag des US-Bundesstaates Connecticut ist zur Sitzung versammelt. Plötzlich wird es finster. Während es immer dunkler wird, schauen sich die Abgeordneten an. Es wird zunehmend unruhiger im Saal. Wenn es mitten am Tag stockfinster wird, regen sich Urängste. Als es so dunkel ist, dass man den Vorsitzenden nicht mehr sehen kann, hört man jemanden rufen: "Lasst uns nach Hause gehen, denn dies ist das Jüngste Gericht!"

Ich nehme an, dass es ein frommer Mann war, der diesen Antrag stellte. Wenn man den Geist der damaligen Zeit studiert, wird man feststellen, dass es in den USA eine ausgeprägte Erwartung des Weltendes gab. Das wurde noch dadurch verstärkt, dass die meisten Amerikaner nach der ersten "großen Erweckung" Christen waren und sich mit den Aussagen der Bibel über das Weltende gut auskannten.

Aber dann meldet sich ein Abgeordneter namens Davenport und sagt: "Herr Vorsitzender! Es mag sein, dass dies das Jüngste Gericht ist. Wenn dem wirklich so ist, dann möchte ich gerne, dass der Herr mich bei der Arbeit antrifft, zu der die Menschen meines Wahlkreises mich gewählt haben. Wenn dem aber nicht so ist, dann gibt es auch keinen Grund, die Sitzung zu vertagen. Daher stelle ich den Antrag, dass man Kerzen holt und wir weitermachen!"

Ich mag diese Überlegung: Wenn der Herr kommt, soll er mich bei der Arbeit vorfinden, die er mir aufgetragen hat. Das ist ganz im Sinne Jesu (siehe Mt 24,45.46).

Die Liebe - so schrieb Johannes - ist dann bei uns vollendet, wenn wir keine Angst mehr vor Gottes Gericht haben, sondern Zuversicht. Kaum einer lehrt so radikal über die göttliche Liebe wie Johannes in seinen Briefen. Für ihn ist sie eine Befreiung: keine Angst mehr vor den Menschen und keine Angst mehr vor Gott.

Wir reden in unseren Adventgemeinden oft über das Gericht, die Endzeit und die Wiederkunft. Über all diesen Szenarien darf es laut Johannes nur eine Überschrift geben: Angstfrei in die Zukunft! Wenn wir also die klassische Frage stellen, wie wir uns auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten können, dann gibt uns der Text eine klare Antwort: Lernt, einander wirklich zu lieben und anzunehmen!

Dennis Meier

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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