TopLife | online
  

Andacht vom 25.05.2010:

Einige Tage später packte der jüngere Sohn seine Sachen und ging auf Reisen in ein fernes Land, wo er sein ganzes Geld verprasste. Lukas 15,13 (Neues Leben)

Manchmal erzählen mir Eltern traurig und verzweifelt von ihren Kindern, die nicht mehr in der Gemeinde sind oder gar nicht zum Glauben gefunden haben. Sie fragen: "Warum hat sich mein Kind vom Glauben entfernt?" oder: "Was haben wir in der Erziehung falsch gemacht?" Sie machen sich Vorwürfe und denken, dass sie es hätten verhindern können, wenn sie manches anders gemacht hätten.

Natürlich machen Eltern Fehler in der Erziehung, aber sie machen auch vieles richtig. Doch bei aller "richtigen" Erziehung spielt die Entscheidungsfreiheit jedes Einzelnen eine wichtige Rolle. Diese Freiheit hat Gott in alle Menschen hineingelegt.

Gerade für junge Leute ist der Glaube, den die Eltern leben, bisweilen nicht attraktiv. Die Traditionen empfinden sie als überholt, den Bibelunterricht und die Predigten langweilig. Sie suchen ihren eigenen Weg.

So sehr wir uns auch bemühen, es bleibt uns nichts anderes übrig, als die Entscheidungen unserer Kinder zu akzeptieren. Denn zum Glauben zwingen kann man niemanden. Das hat auch der Vater in der Erzählung Jesu erkannt: Er ließ seinen Sohn gehen, wie schwer es für ihn auch gewesen sein mag.

Der Theologe Fulbert Steffensky schreibt: "Lasst sie [die Jugendlichen] gehen! Sie müssen nicht an unserem Wesen genesen, und das Recht auf Umwege können wir ihnen nicht nehmen, nicht einmal das Recht auf Irrwege." (Schwarzbrot-Spiritualität, S. 178) Vielleicht braucht es manchmal Lebensbrüche, falsche Wege und umständliche Strecken, um für sich den Weg des Lebens und Glaubens zu finden und auch zu gehen.

Was können wir in der Zwischenzeit tun? Nicht viel mehr als der Vater in der Geschichte Jesu: Ausschau halten und warten! (Lk 15,20) Und wenn das Kind zurückkommt, sollten wir es mit offenen Armen empfangen - ohne Vorwürfe.

Wohin unsere Kinder auch gehen mögen, wie fremd uns ihr Weg auch erscheinen mag: Gott geht mit ihnen und freut sich, wenn sie zu ihm zurückkommen, denn Jesus erklärte: "Genauso herrscht Freude bei den Engeln Gottes, wenn auch nur ein einziger Sünder bereut und auf seinem Weg umkehrt." (V. 10 NL)

Roland Nickel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

Top Life Aktuell
Ausgabe 1 / 2012
Alle Ausgaben im Archiv
Top Life Spezial
Schöpfung oder Evolution?
Alle Ausgaben im Archiv
Top Life Magazin
Internationales Bibelstudien-Institut
Internationales Bibelstudien-Institut
Die Bibel besser kennen lernen durch die Fernkurse des Internationalen Bibelstudien-Instituts.

"Ich bin jung an Jahren, ihr aber seid alt ... Ich dachte, lass das Alter reden, und die Menge der Jahre lass Weisheit beweisen. Aber ... die Betagten sind nicht die Weisesten und die Alten verstehen nicht, was das Rechte ist ... Ich muss reden, dass ich mir Luft mache, ich muss meine Lippen auftun und antworten." Hiob 32,6-9.20 mehr...
Zitat des Tages
Niemand kann das Geheimnis des Sterbens Jesu fassen, der nichts von eigener Schuld weiß.
- Friedrich von Bodelschwingh
Ellen G. White: "Bilder vom Reiche Gottes"
Bilder_klein

Jesus malte seinen Zeitgenossen stets wunderbare Bilder vom Reiche Gottes vor Augen. Er sprach in Gleichnissen aus der Natur ... [mehr]

CD Tipp
Von Sehnsüchten - Pierre Intering
12 gefühlvolle Gitarrenarrangements von Hawaiin- und Gospelsongs. Das beiliegende 8-seitige Booklet enthält einige Gedanken zur Musik und speziell zu den Liedern.Wer bisher Gitarren-instrumentalmusik nicht kannte oder nichts damit anfangen konnte, wird sie hier auf angenehme Weise neu entdecken. Zum Teil werden die Lieder von div. Instru-menten harmonisch begleitet.

Hörbeispiele unter: www.gitarrenklang.com

Bestellung:
www.toplife-center.com