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Andacht vom 26.05.2010:

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Johannes 20,21b

Erinnerst du dich an den Tag deiner Entscheidung für Jesus? Vielleicht warst du allein und hast nur ein leises Gebet gesprochen. Du dachtest, niemand habe es gehört, und konntest dir kaum vorstellen, was du damit ausgelöst hast: Durch den Himmel rauschte in diesem Augenblick Jubel und Begeisterung! Dein Name wurde genannt, und Millionen von Engeln freuten sich über dich (Lk 15,10), weil du Gott so wichtig bist!

Oder warst du schon einmal dabei, wenn ein Mensch zu begreifen begann, was er Gott bedeutet? Als er aufhörte, zu zweifeln oder ständig Argumente gegen Gott zu suchen? Oder wenn jemand neben dir saß. und kein einziges Wort mehr herausbrachte, weil er durch den Heiligen Geist so tief berührt war? Hast du schon einmal Menschen weinen sehen, weil sie das erste Mal eine Verbindung zu Jesus, ihrem Heiland, spürten? Für solch einen Augenblick lohnt es sich, alles zu geben - deine ganze Kraft, Kreativität und Zeit, deine Gaben und Fähigkeiten, dein Herzblut. Es gibt nichts Schöneres, als dass sich jemand auf die Suche nach Gott begibt und von ihm, der ihm entgegenkommt, gefunden wird.

Jesus hat dich ausgesucht, "verlorene" Menschen zu ihm nach Hause zu bringen und ihnen Orientierung zu geben. Du kannst sein Zeuge sein im Freundeskreis, in der Familie und am Arbeitsplatz. Sie alle brauchen dich! Und du kannst ihnen begegnen mit deinen Fähigkeiten, deinem Charakter, deiner Art und Einstellung, deinem Humor. Welch ein Auftrag! Dabei gibt es fast so viele Möglichkeiten der "Mission", wie es Christen gibt, die dazu bereit sind.

Der eine konfrontiert seine Mitmenschen mit dem Evangelium, wie Petrus zu Pfingsten (Apg 2,14-40). Ein anderer argumentiert wie Paulus aufgrund von Gottes Wort (Apg 13,16-41). Jemand gibt ein Glaubenszeugnis wie der geheilte Blinde (Joh 9,25). Wieder andere laden einfach ein, wie jene Frau am Jakobsbrunnen: "Kommt und seht..." (Joh 4,29).

Ein junger Chinese besuchte unseren Hauskreis. Er sagte: "Ich kann nicht an Gott glauben. Aber ich möchte wissen, wie Menschen fühlen, die ihn kennen." Er hatte viele Fragen und schätzte das persönliche Bibelgespräch. Nach Wochen eröffnete er uns glücklich: "Ich habe Gott kennen gelernt!" Ein Freund hatte ihm vorgeschlagen: "Akzeptiere einfach, dass es Gott gibt, dann wird er sich dir offenbaren."

Albrecht Höschele

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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