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Andacht vom 18.07.2010:

Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will vor dir kundtun den Namen des HERRN: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich. 2. Mose 33,19

Eine merkwürdige Begebenheit wird uns dort erzählt: Mose soll das Volk Israel führen und erhält von Gott die Zusage, dass er selbst, der Herr, ihn leiten wird. Mose erkennt sehr wohl: Wenn der Herr das Volk nicht führt, dann ist alles vergeblich, dann hat sein Volk unter den anderen Völkern keine Chance.

Aber reicht die bloße Zusage Gottes aus? Mose möchte mehr als nur ein Wort des Herrn; er möchte sichtbare Beweise. "Lass mich deine Herrlichkeit sehen", bittet er Gott (2 Mo 33,18). Die Antwort des Herrn erscheint zunächst enttäuschend: "Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht." (V. 20) Aber Gott enttäuscht niemanden. Um Vertrauen fassen zu können, müssen wir den kennen, dem wir vertrauen sollen. Darum gibt Gott sich zu erkennen.

Wodurch kennen wir unser Gegenüber? Wir brauchen dazu zuerst seinen Namen und sein Gesicht. Deshalb sagt Gott seinen Namen. Der ist nicht wie einer der vielen Namen der Götter Ägyptens, die Mose kannte. Gottes Name ist der Zuspruch seines Wortes und beschreibt sein Wesen: "Ich bin gnädig und barmherzig." Und wem er das versprochen hat, für den gilt: "Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig!" Darauf können wir uns verlassen. Und dann zeigte Gott Mose auch sein Gesicht: "Ich will meine Güte an dir vorübergehen lassen." (V. 19)

Was wir von Gott erkennen können, ist seine Güte. Doch das Erleben der Güte Gottes hat etwas Besonderes. Mose wird in eine Felsenkluft gestellt und der Herr hält seine Hand über ihn (V. 22). Während die Herrlichkeit Gottes ganz nahe ist, steht Mose im Dunkeln. So ist es manchmal auch in unserem Leben: Es ist dunkel und doch hält Gott die Hand über uns. "Du darfst hinter mir her sehen", sagt Gott (V. 23).

Erkennen können wir die Güte Gottes erst aus dem Hinterhersehen, aus der Rückschau. Solange wir uns mitten in einer kritischen Situation befinden, fehlt uns der Durchblick. Wir sehen den Ausweg noch nicht und vermögen keine Antwort auf Fragen nach dem "Warum?" zu geben. Aber wir können Gott vertrauen. Wenn wir seine Hand festhalten können wir gewiss sein: Er wird den Schleier der Dunkelheit wegnehmen und wir werden seine Güte sehen und ihn loben.

Lothar Wilhelm

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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