Andacht vom 20.08.2010:
Sie werden keine leichte Beute mehr für die Völker sein und nicht mehr von wilden Tieren gefressen werden. Sie sollen in Sicherheit leben, und keiner wird ihnen mehr Angst machen. Hesekiel 34,28 (Neues Leben)
Wir Menschen haben Sehnsucht nach Sicherheit, Frieden und einem angstfreien Leben. Aber unsere Welt ist unsicher - mehr denn je. Zeit unseres Lebens sind wir von Gefahren umgeben und kaum ein Verhalten ist gänzlich ohne Risiko.
Man kann den falschen Beruf ergreifen, den Arbeitsplatz verlieren, sich beim Sport die Knochen brechen. Man kann mit einem Flugzeug abstürzen oder beim Fensterputzen von der Leiter fallen. Lebensmittel können mit Giftstoffen belastet sein. Der menschliche Körper ist gefährdet durch Hinfälligkeit, Krankheit und Verletzung. Strahlen, Viren oder Bakterien stellen eine ständige Gefahr dar.
Auf der Liste der großen und kleinen Gefahren sind unzählige Dinge verzeichnet. Und schließlich sind Terrorismus, Kriege und Naturkatastrophen zumindest gefühlt große Unsicherheitsfaktoren.
Leben, Welt und Alltag sind unsicher. Daher versuchen wir, uns abzusichern durch Versicherungen, Alarmanlagen, Vorsorgeuntersuchungen oder Medikamente. Das mag gut und nützlich sein für unser Leben hier auf dieser Welt. Aber wir spüren, dass wir uns die existenzielle Sicherheit für unser Leben dadurch nicht erkaufen können. Der Volksmund sagt: "Nichts ist so sicher wie der Tod." Die Vergänglichkeit des Lebens steht uns häufg vor Augen.
Gott kennt unsere Not und unsere tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit, Schutz und Frieden. Er nimmt uns darin ernst und schafft für uns die Lösung. Sein Versprechen ist es, uns einmal Sicherheit zu geben - und das nicht nur vorübergehend. Die Propheten Israels machten das deutlich: "Jakob soll nach Hause zurückkehren und in Ruhe und Frieden leben - niemand wird sie erschrecken." (Jer 30,10 NL) "Jeder wird ungestört in seinem Weinberg und unter seinem Feigenbaum sitzen, denn es wird nichts mehr geben, wovor er Angst haben muss. Das habe ich, der HERR, der Allmächtige, verheißen." (Mi 4,4 NL)
Wenn wir die Unsicherheit spüren in dieser Welt, Angst und Verzweiflung über uns kommen, dürfen wir uns in die Hände Gottes begeben. In ihm sind wir sicher und geborgen - schon jetzt auf dieser Erde, aber ganz sicher in der kommenden Welt, wenn alles Unsichere Vergangenheit sein wird. Gott sei Dank dafür!
Roland Nickel
Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.






