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Andacht vom 03.07.2011:

Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass. 1. Thessalonicher 5,16.17

Nur sechs Worte - doch welch eine merkwürdige Zusammenstellung. Da wird uns gesagt, dass wir allezeit fröhlich sein sollen. Und im unmittelbaren Zusammenhang: Wir sollen ohne aufzuhören beten. Kann man denn zwei so unterschiedliche Dinge wie das Fröhlichsein und das Beten zu jeder Zeit und gleichzeitig tun? Das hieße doch, dass wir unaufhörlich betend fröhlich sein und andauernd fröhlich beten sollen!

Wenn wir so fragen, merken wir, dass der Apostel Paulus, der diese Worte schrieb, unter Beten nicht nur das versteht, was wir tun, wenn wir niederknien, unsere Hände falten, mit "Unser Vater" beginnen und mit "Amen" aufhören. Das ist ja nicht allezeit möglich. Beten im Sinne unseres Andachtswortes bedeutet, mein ganzes Leben mit all seinen Bereichen in die Gegenwart Gottes zu nehmen. Beten ohne Unterlass bedeutet, vor allen Entscheidungen in Gedanken mit Gott zu sprechen und immer im Sinne Jesu leben zu wollen. Wo Gott auf diese Weise beständiger Gesprächspartner ist, wird jeder Tag ein bewusst erlebter, ein erfüllter Tag.

Hier liegt auch die Grundlage für die Aufforderung "Seid allezeit fröhlich!" Das kann nicht bedeuten, ständig zu lachen oder zu allem zu lächeln. Das wäre nicht nur manchmal unpassend, denn die dunklen Seiten des Lebens beweisen uns schnell, dass das unmöglich ist. Die Forderung "Freut euch immerzu" (Phil 4,4 GNB) ist nur sinnvoll und erfüllbar, wenn Gott mein ständiger Gesprächspartner ist, denn dann bleibe ich unter dem Einfluss des Heiligen Geistes.

Selbst wenn ich gedanklich ganz auf die gerade zu bewältigende Aufgabe konzentriert bin und nicht an Gott denke, bleibt die Gesinnung bestimmend, die durch die unausgesprochene Gebetsverbindung entstanden ist. Gottes Wahrheit und Güte sind mir wichtig. Sie begleiten mich. Ich denke und handle gegründet auf das Bewusstsein, dass Gottes Gnade, seine Liebe und seine Zusagen mir gelten, denn diese Gewissheit haben wir durch Jesus. Das bildet in mir einen tiefen Grund zur Freude, die auch dann bleibt, wenn die augenblickliche Situation keinen Anlass zur Fröhlichkeit bietet. So kann ich einstimmen in das Lied: "Seid fröhlich in der Hoffnung, beharrlich im Gebet, standhaft in aller Bedrängnis" (Leben aus der Quelle, Nr. 258). So wird auch mein Leben ein Zeichen der Hoffnung sein!

Lothar Wilhelm

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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