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Andacht vom 14.12.2012:

Richtet eure Gedanken auf das, was schon bei euren Mitmenschen als rechtschaffen, ehrbar und gerecht gilt, was rein, liebenswert und ansprechend ist, auf alles, was Tugend heißt und Lob verdient. Philipper 4,8 (Gute Nachricht Bibel)

Spätestens Mitte Dezember planen die großen Medienanstalten Jahres-Rückblick-Sendungen. Hier werden die besonderen "Höhepunkte" des beinah vergangenen Jahres noch einmal gezeigt. Damit auch die echten Vorlieben des Publikums erfasst werden, startet man vorher Meinungsumfragen: "Was hat Sie in diesem Jahr besonders beeindruckt?" Dann wird eine "Top-Liste" erstellt mit den Höhepunkten, die Deutschland bewegt haben. Im Jahr 2009 standen drei Ereignisse an der Spitze dieser Liste: 1. Der Selbstmord des deutschen Torwartes Robert Enke. 2. Die Notlandung eines Flugzeugs auf dem Hudson River. 3. Der Tod der Pop-Ikone Michael Jackson.

Wer ohne Fernseher lebt und selten Nachrichten hört, wird davon nicht weiter beeindruckt worden sein, denn wer von uns kannte Robert Enke persönlich? Und wer hatte Verwandte in diesem Airbus, der nach einem Zusammenprall mit einem Vogelschwarm beinahe abgestürzt wäre? Und was kümmert uns der Medikamentenmissbrauch eines exzentrischen Sängers? Doch die Medien bringen all diese Ereignisse in unser Wohnzimmer. Für manchen ist das, was er im Fernsehen sieht, genauso wirklich wie seine Alltagswelt.

Hirnforscher bestätigen uns, dass wir beim Zuschauen dieselben Gefühle entwickeln wie in der Realität. Die Angst um den Haupthelden, der Stress bei einer gefährlichen Szene nehmen uns mit und erzeugen einen Adrenalin-Stoß, als müssten wir wirklich um unser Leben rennen. Natürlich härten wir uns allmählich ab, und das kann dazu führen, dass wir uns auch dann als distanzierte Zuschauer benehmen, wenn wir eigentlich zupacken und handeln müssten - wenn wir Zeugen eines Autounfalls werden oder wenn jemand bedroht wird und unsere couragierte Hilfe braucht.

Was wir ständig sehen, das beeindruckt uns, prägt unser Denken. Paulus gibt uns einen guten Rat: Wir sollten uns ganz bewusst mit positiven und ermutigenden Nachrichten befassen. Also füllen wir unseren geistigen Speicher lieber mit Eindrücken, die edel und aufbauend sind. Und davon gibt es immer noch mehr als genug!

Sylvia Renz

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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