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Andacht vom 01.01.2013:

Verlass dich voll und ganz auf mich, deinen Gott! Hosea 12,7b (Hoffnung für alle)

Das Jahr 2012 liegt vor uns wie ein verpacktes Geschenk: Wie wird sich die Weltgeschichte entwickeln? Was werden wir persönlich, als Familie, im Freundeskreis oder in der Gemeinde erleben? Mancher freut sich auf das "Auspacken" dieses geschenkten Lebensabschnittes, Tag für Tag. Andere sind vielleicht zurückhaltend in ihren Erwartungen, weil sie von ihrem Wesen her nicht gerade optimistisch angelegt sind oder weil im Gedächtnis die schwierigeren Erlebnisse des vergangenen Jahres deutlicher präsent sind als die erfreulichen Erfahrungen.

Kein Mensch kann den Schleier lüften und uns eine Vorschau dessen liefern, was auf uns zukommen wird. Gott könnte dies tun, hält es aber anscheinend für nicht hilfreich. Dafür tut er etwas viel Besseres: Er gibt uns das Versprechen, dass wir uns voll und ganz auf ihn verlassen können! Was auch immer kommen mag, er wird für uns da sein.

Man könnte von einem "Blindflug" ins neue Jahr sprechen, da wir die einzelnen Stationen, die auf uns warten, nicht kennen. Allerdings kennen wir das Endziel, dem wir zusteuern, an dem uns Gott seine neue Welt bereithält und mit offenen Armen erwartet. Daher scheint mir der Vergleich mit einem Gleitflug treffender zu sein: Durch das Vertrauen zu einem treuen Gott wissen wir uns in jeder Lage und an jedem Tag des neuen Jahres getragen.

Schon vom Gleithörnchen gehört? Der Pteromys, auch Flügelmaus oder Flughörnchen genannt, besitzt die Fähigkeit, mithilfe seiner Gleithaut, die sich zwischen Vorder- und Hinterbeinen spannt und wie ein Gleitschirm wirkt, von Baum zu Baum durch die Luft zu segeln. Fühlt sich ein Gleithörnchen bedroht, läuft es einen Ast entlang, springt ab und gleitet bis zu 50 Meter durch die Luft, um wieder zu landen. Es hat keinen speziellen Landeplatz vor Augen, sondern es vertraut darauf, irgendwo wieder auf einen Ast zu stoßen, auf dem es sicher landen kann.

Sich zu Beginn eines neuen Jahres voll und ganz auf Gott zu verlassen, meint Ähnliches: Wir kennen nicht jede Station unseres Weges, aber wir trauen Gott zu, dass er immer wieder für einen geeigneten "Landeplatz" sorgen wird. Und sollten wir zwischendurch "abstürzen", so werden wir niemals tiefer fallen als in Gottes Hand!

Elí Diez-Prida

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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