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Andacht vom 04.06.2013:

Daniel antwortete [dem König]: "... Mein Gott sandte seinen Engel und verschloss den Löwen den Rachen, sodass sie mir nichts antun konnten. Denn er hat keine Schuld an mir gefunden und auch gegen dich, mein König, habe ich kein Unrecht begangen." Daniel 6,22.23 (Gute Nachricht Bibel)

Daniel führte ein inniges Gebetsleben. Seine Feinde waren sicher, dass sie eine Verurteilung Daniels zum Tod in der Löwengrube erwirken könnten. Dafür hatten sie den König bewogen, ein Gebetsverbot zu erlassen. Dieser erkannte zu spät, dass Daniels Feinde ihm eine Falle gestellt hatten. Was sie nicht ahnten, war, dass Gott einen Engel senden würde, um den Löwen den Rachen zu verschließen. Welch ein Wunder!

Ich war zehn Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging. Meine Familie glaubte, wir könnten - zusammen mit anderen Heimatvertriebenen - in die alte Heimat zurückkehren. So wurden wir im Lager von einem jugoslawischen Komitee für den nächsten Transport vorgemerkt. Leider erfuhren wir erst ganz spät, dass es bis dahin keinem Heimkehrer gelungen war, seine Heimat lebend zu erreichen. Entschlossen weigerten wir uns mit 50 weiteren Personen, in den wartenden Zug einzusteigen. Daraufhin rief das Komitee amerikanische Soldaten zu Hilfe, die uns mit der Waffe zwangen, in den Zug einzusteigen. Wir saßen in der Falle: 1350 Personen.

Während der Zug Richtung Süden rollte, war ich sehr aufgewühlt. Großmutter unterbrach das Schweigen: "Da kann uns nur noch der himmlische Vater helfen! Ich will zu ihm beten." Sie tat es voller Hingabe, die Anderen hörten aufmerksam zu. Als der Zug in den Karawanken-Tunnel hineingefahren war, wurde er in der Mitte gestoppt. Ich hörte Schritte und Stimmen, verstand aber nichts. Als der Zug anfuhr und es wieder hell wurde, sah ich: Wir fuhren rückwärts! Im Bahnhof kam dann der Befehl: "Alle die nach Jugoslawien wollen, umsteigen! " 700 Personen fuhren nach Jugoslawien, die andere Hälfte fuhr mit uns zurück nach Deutschland.

Das Komitee hatte gegen uns die Waffen eingesetzt, dabei jedoch nicht mit der Macht Gottes gerechnet, der seinen Engel sandte, um den Zug zu stoppen. Wir hatten zwar keine Heimat mehr, doch diese Erfahrung stärkte unsere Hoffnung auf die ewige Heimat, aus der es keine Vertreibung geben wird. Dafür dankten wir Gott aus tiefstem Herzen -und tun es gern immer wieder.

Adam Schiller

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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