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Andacht vom 12.06.2013:

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Jesaja 43,1

Kürzlich saß ich im Wartezimmer einer Dienststelle und wartete darauf, dass sich erfüllt, was man mir vor Stunden versprochen hatte: "Sie werden aufgerufen." Endlich: "Die Nummer 53 ins Zimmer 7!" Es ist verständlich, dass in Ämtern mitunter Nummern ausgegeben werden. Es erleichtert den Arbeitsablauf und der Wartende weiß, wann er etwa dran ist.

Unsere moderne Technik scheint mit Nummern besser umgehen zu können als mit Namen. Bedenklich wird es allerdings, wenn Menschen zu Nummern gemacht werden. Wir erinnern uns der schlimmen Zeit, als Menschen nur noch Nummern waren. Beim Appell wurden die Nummern aufgerufen und gezählt. Wehe, wenn eine fehlte! Die Menschen waren namenlos und rechtlos, eben nur Nummern, die man leicht auch "ausstreichen" konnte.

Ich wohne jetzt in einem kleinen Ort, in dem viele Menschen einander kennen. Wenn ich hier zum Arzt oder auf ein Amt gehe, werde ich meist mit Namen angesprochen. Das ist wohltuend und schafft Vertrauen.

Wohltuend ist auch, was Jesaja über das Verhältnis Gottes zu uns Menschen im Andachtstext schreibt: "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen." Bei Gott ist niemand nur eine Nummer. Gott kennt unsere Namen, auch deinen und meinen. Er kennt uns. Er ruft uns, weil er uns etwas mitteilen möchte. Ich sollte innehalten und auf sein Wort hören. Gott ruft mich bei meinem Namen und dann fügt er noch ein ganz liebes Wort hinzu: "Du bist mein!"

Das klingt wie eine Liebeserklärung, wie das Wort eines Liebenden an seine Geliebte. Hörst du? "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Du musst dich nicht fürchten: Ich bin bei dir. Du bist mein und ich bin dein: Wir gehören zusammen.

Aber nicht allein unser Name ist wichtig, wichtiger noch ist der Name dessen, der uns gerufen hat. Sein "Name werde geheiligt" (Mt 6,9b). "Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen." (Ps 23,3)

Weil er mich persönlich kennt, mich bei meinem Namen nennt, und weil ich ihn auch kenne und liebe, will ich mit Zuversicht diesen Tag erleben und gestalten. "Lass sich freuen alle, die auf dich trauen; ewiglich lass sie rühmen, denn du beschirmest sie. Fröhlich lass sein in dir, die deinen Namen lieben!" (Ps 5,12).

Lothar Reiche

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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