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Andacht vom 01.07.2013:

Ich freue mich im Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet. Jesaja 61,10a

Gelegentlich hört man den Ausruf: "Ich habe nichts anzuziehen!" Dabei steht der bzw. diejenige häufig vor einem vollgefüllten Kleiderschrank. Aber Kleider kommen aus der Mode und man muss sich nach Neuem umsehen und dafür neuen Platz schaffen.

Es gibt aber auch den "Kleiderschrank" des Lebens. Darin sind manche "Stücke", von denen wir uns nur sehr schwer trennen können. Da hängt beispielsweise "die weiße Weste". Mit ihr habe ich Staat gemacht und mich fein herausgeputzt; stolz habe ich sie getragen und mir dabei gedacht: "Seht, wie gut bin ich doch!" Doch sie ist schon lange fleckig. Wenn ich sie wieder einmal anziehe, wirkt sie nur lächerlich. Ich will sie weggeben nicht an Andere, sondern in den Müll, wo sie hingehört. Im Austausch gibt Gott mir dafür den "Mantel der Gerechtigkeit", von dem im Andachtstext die Rede ist, und mit dem seine Vergebung gemeint ist. Dieser Mantel bedeckt nicht nur meine Schuld, sondern er macht mich frei davon.

Ich trenne mich auch von der "Zwangsjacke". In sie habe ich häufig genug Mitmenschen hineingesteckt, damit sie meinen Bildern vom Leben und vom Glauben entsprechen. Bisweilen habe ich mich selbst in diese Jacke hineingezwängt und mich unter Druck gesetzt. Ich gebe sie an Gott ab und erbitte mir die wunderbare Weite seiner Liebe.

Noch etwas finde ich in diesem Schrank: "das dicke Fell". Davon trenne ich mich auch. Ich dachte, es wäre gut gegen Verletzungen, Ängste und Sorgen, gut gegen allen Druck von außen. Aber mit dem dicken Fell wurde nichts besser, außer dass ich ins Schwitzen kam. Die "rosa Brille" lege ich auch gleich mit dazu. Ich brauchte sie, um all das Dunkle und Schlechte in einem freundlicheren Licht zu sehen, eben rosa gefärbt aber nicht wahrheitsgetreu! Die "rosa Brille" ließ mich in Illusionen leben. Alles sah so gleichmäßig schön aus, bis ich sie einmal ablegte. Dann sah ich die Wirklichkeit auch über mich. Lieber nehme ich von Gott den "Gürtel der Wahrheit" (Eph 6,14a), der den "Mantel der Gerechtigkeit" sorgsam zusammenhält.

Es ist wichtig, immer wieder zu prüfen, was sich im "Kleiderschrank des Lebens" ansammelt und den Platz besetzt, den Gott mit seinen viel besseren Angeboten füllen will. Ich freue mich auf seine "Garderobe"!

Wilfried Ninow

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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