Andacht vom 27.12.2004:
Übernatürlich
Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr, Zebaoth. Sacharja 4,6
Der "Macher" gab und gibt es viele in unserer Welt. Großartiges ist durch sie hervorgegangen: imposante Bauwerke, komplizierte Technik, Meisterleistungen in Kunst und Kultur. Diesen Errungenschaften ist eins gemeinsam: Im Vordergrund steht der Mensch mit seiner Intelligenz und Kraft, mit seinen Fähigkeiten und Erfolgen. Jede Nation ist stolz auf ihre "Größen", deren Namen Weltruhm erlangten. Doch das Werk Gottes lässt sich nicht auf dieser Ebene einreihen, es ist ganz anderer Art, wirklich übernatürlich.
Was Sacharja darüber aus dem Mund eines Engels erfuhr, hat später Jesus mit zwei wichtigen Aussagen bekräftigt: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt" (Joh. 18,36) und "Ohne mich könnt ihr nichts tun" (Joh. 15,5). Wer im Werk des Herrn mitarbeitet, sollte sich diese Tatsache immer wieder bewusst machen. Hier geht es nicht um Erfolge, sondern um Frucht, die Gott verherrlicht; Ziel ist nicht, den Menschen ein bequemeres Leben auf dieser Erde zu verschaffen, sondern sie zu retten für die Ewigkeit. Das Wichtigste sind dabei nicht menschliche Strategien und Programme, mehr Geld und attraktive Bauten, sondern dass Gottes Geist Raum zum Wirken bekommt, indem sich dienstbereite Menschen ihm zur Verfügung stellen.
Hat nicht der Fall von Jerichos Mauern oder der Sieg Gideons über die Midianiter gezeigt, dass Gott auch dort Großes tun kann, wo nur wenig an menschlichen Mitteln vorhanden ist?
William MacDonald sagte einmal: "Vieles an sogenannter christlicher Arbeit würde auch sehr gut weiterlaufen, wenn es keinen Heiligen Geist gäbe. Aber echte Arbeit für den Herrn ist dergestalt, dass sie IHN unersetzlich macht, indem sie den geistlichen Kampf nicht mit fleischlichen Waffen führt, sondern mit Gebet, Glauben und dem Wort Gottes."
Jürgen Schammer
Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.





