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Andacht vom 06.10.2013:

Zwei Blinde saßen am Wege ... Und es jammerte Jesus, und er berührte ihre Augen; und sogleich wurden sie wieder sehend, und sie folgten ihm nach. Matthäus 20,30.34

Dass es Jesus "jammerte", wird im Neuen Testament einige Male berichtet. Das griechische Wort, das hier mit "jammern" übersetzt wird, kommt nur in den Evangelien vor und bezieht sich immer auf Jesus. Es hat einen tiefgehenden Inhalt: Mitleid empfinden, sich erbarmen, das ganze Elend nachempfinden.

In den zwei Blinden begegnete Jesus dem Elend der Menschheitsgeschichte. Wie vollkommen waren die Lebensumstände für die Menschen am Anfang gewesen! Gesund und glücklich lebten sie in der Nähe ihres Schöpfers in einer heilen Welt. Aber durch Misstrauen und innere Auflehnung gegen Gott nahm die so hoffnungsvoll begonnene Entwicklung eine verhängnisvolle Richtung: von Gott weg, hin zur menschlichen Selbstbestimmung und hinein in die Nacht der Gottesferne und Sünde.

Aus der für mich so unbegreiflichen Liebe und Barmherzigkeit kommt Gott seinen Menschen in Christus wieder ganz nahe; der Mitschöpfer wird Mensch unter Menschen und immer wieder - wie hier bei den Blinden - mit den Folgen der Sünde konfrontiert. Gott hat unser Auge geschaffen, damit wir die Schönheit der Schöpfung und die Größe des Schöpfers wahrnehmen, damit wir uns orientieren und so Mensch sein können, wie Gott es in seiner Weisheit und Güte gewollt hat.

Jesus empfand bei dieser Begegnung die erbärmliche Verunstaltung der guten Schöpfung mit all dem Leid und der Not von Krankheit und Einsamkeit. Aus Mitleid und als Zeichen seiner Schöpfermacht gab er den Augen ihre Funktion wieder.

Auch Lukas berichtete, dass eine Frau Jesus "jammerte" (Lk 7,13). Er fühlte tiefes Mitleid mit einer Witwe, die zudem ihren einzigen Sohn verloren hatte. Auch der Tod ist Folge der Trennung von Gott und war vom Schöpfer nicht gewollt. Der Herr gab der Mutter den Sohn zurück.

Nach Markus (6,34) "jammerte" Jesus das hirtenlose Volk, das nicht wusste, dass es einen Hirten gab, der die richtige Richtung kannte. Deshalb lehrte er sie und sprach zu ihnen. Und er lehrt uns Menschen bis zum heutigen Tag durch sein Wort, die Heilige Schrift. Nur hier wird uns offenbart, dass Gott seinen Plan einer vollkommenen Schöpfung ohne Blindheit, Krankheit und Tod bald verwirklichen wird.

Harald Weigt

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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