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Andacht vom 30.12.2004:

War es ein Scherz?

Wie ein Unsinniger, der mit Geschoss und Pfeilen schießt und tötet, so ist ein Mensch, der seinen Nächsten betrügt und spricht: "Ich habe gescherzt" Sprüche 26,18.19

Ein herzliches Verhältnis ist nach Jahren in die Brüche gegangen. Immer wieder hatte der eine dem anderen beteuert: "Ich habe nur gescherzt." Aber das war es ja gerade, dieses wiederholte "Das war doch bloß ein Scherz", "Ich habe lediglich Spaß gemacht". "Bist du aber empfindlich!" Allein die wiederkehrende Floskel "Ich habe nur ..." war auslösend für das Zerwürfnis geworden. Die als Scherz verpackten Anspielungen hatte der Empfänger nicht als "nur" empfunden; sie hatten jedes Mal wie eine giftige Pfeilspitze die Seele verwundet, das letzte Mal tödlich.

Warum verkehrt mancher mit seinem Mitmenschen weitgehend "per Scherz"? Er kann auf diese elegante Weise, wie sie ihm zumindest scheint, eine Menge loswerden: Kritik, Ermahnungen, Erziehungsversuche, ja auch Beleidigungen, vielleicht ein Lob. Was einer nicht direkt sagen möchte, bemängelt er mit dem entschuldigenden Satz: "Ich habe nur gescherzt."

Wenn sich jemand gar zu oft des Scherzens bedient, kann man daraus schließen, dass sich der Betreffende vor seinem Gesprächspartner innerlich verschanzen will. Hier fehlt es an Vertrauen, an Offenheit. Der Scherzende wagt nicht geradeheraus auszusprechen, was er dem anderen mitteilen möchte. Deshalb hält er sich beim Reden ein Hintertürchen offen, durch das er notfalls sofort den Rückzug antreten kann.

Lässt sich diese Hintertür nicht ein für allemal schließen? Sie ließe sich, wenn der "Haupteingang" zum gegenseitigen Verstehen - das offene, liebevolle Gespräch - mehr genutzt würde.

Martina Reiß

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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