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Andacht vom 25.12.2013:

Sie gingen in das Haus, wo sie das Kind mit seiner Mutter Maria fanden, knieten vor ihm nieder und ehrten es wie einen König. Dann packten sie ihre Schätze aus und beschenkten das Kind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe. Matthäus 2,11 (Hoffnung für alle)

Einmal hat mich zu Weihnachten etwas sehr überrascht und gerührt. Ich war noch Teenager und hatte die ganze Adventszeit vertrödelt. Kurz vor Heiligabend musste ich noch schnell Geschenke für meine Eltern kaufen. Und wenn man etwas finden muss, klappt es natürlich nicht. Ich wurde vor Ladenschluss immer hektischer, rannte und schwitzte und dachte nur noch an mein peinliches Versäumnis. Aus irgendeinem Straßenständer mit Musikkassetten kaufte ich dann ein gebrauchtes Exemplar.

Die Bescherung hätte ich dieses Mal gern ausfallen lassen. Wie hab ich mich geschämt! Doch irgendwann stand ich vor meinen Eltern und habe ihnen verlegen diese dämliche Kassette, die noch nicht einmal eingepackt war, in die Hand gedrückt.

Ihre Reaktion gehört zu den Ereignissen, an die ich immer wieder zurückdenken muss. Sie nahmen mein Geschenk mit leuchtenden Augen an, bedankten sich mehrmals und umarmten mich! Ich weiß noch, dass ich einen Moment brauchte, um das zu glauben. Aber dann haben wir den ganzen Abend ausgelassen gefeiert. Ich habe nie gefragt, ob sie sich darüber wirklich gefreut haben oder ob sie mich aus meiner peinlichen Lage retten wollten. Aber eins habe ich mich doch gefragt: Wer hatte hier eigentlich wen beschenkt?

Schenken macht reich. Und zwar nicht nur den, der was bekommt. Ganz oft auch den, der etwas gibt. Gold, Weihrauch und Myrrhe wurden schon bei Jesu Geburt verschenkt, und dies sicherte der kleinen Familie vermutlich auf ihrer anschließenden Flucht das nötige Auskommen. Solche Dinge wurden im Altertum als wertvolle Kapitalanlage betrachtet.

Die Geschenke der drei "Weisen" haben zu allen Zeiten die Christen zum Schenken angeregt. Die christliche Sitte des Schenkens sollte immer daran erinnern, dass Gott der Welt seinen Sohn geschenkt hat. An der Krippe aber standen auch die Hirten, die nicht viel oder gar nichts zu verschenken hatten. Sie waren bei Gott ebenfalls willkommen, obwohl sie keine Kostbarkeiten vorzuweisen hatten. Denn Gott wollte sie beschenken. Mit seiner Liebe. Wie meine Eltern damals auch.

Beate Strobel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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