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Andacht vom 14.02.2014:

Als nun die an der Reihe waren, die ganz früh angefangen hatten, dachten sie, sie würden entsprechend besser bezahlt, aber auch sie bekamen jeder ein Silberstück. Da murrten sie über den Weinbergbesitzer. Matthäus 20,10-11 (Gute Nachricht Bibel)

Wie groß war die Enttäuschung! Am Morgen hatte sie der Weinbergbesitzer auf dem Marktplatz für die Arbeit im Weinberg angeheuert und ihnen ein Silberstück versprochen. Später am Tag waren noch weitere Arbeiter erschienen und halfen, die Fülle der Ernte zu bewältigen. Als am Abend der Tageslohn ausgezahlt wurde, bekamen jene, die nur wenige Stunden gearbeitet hatten, als erste ihren Lohn und zwar genau so viel wie die anderen, die den ganzen Tag geschuftet hatten. Das war ungerecht!

Woher kam ihre plötzliche Unzufriedenheit? Den vereinbarten Lohn hatten sie doch bekommen. Die Erwartung einer höheren Vergütung stellte sich erst ein, als sie sahen, wie viel die Kurzarbeiter bekamen: ebenfalls einen vollen Tageslohn!

Wie viel Ärger kommt durch das Vergleichen! Es beginnt schon sehr früh in unserem Leben. Da hat der kleinere Bruder das größere Stück vom leckeren Kuchen erhalten, oder die ältere Schwester das schönere Kleid. Später geht es dann um das größere Auto oder um den Kollegen, der weniger leistet, aber mehr verdient. Dadurch schleicht sich Unzufriedenheit in unser Leben und vergiftet unser Denken. Nicht, dass wir einen Mangel litten, sondern weil unser Neid dem Nächsten das Gute nicht gönnt. Unser Gerechtigkeitsempfinden rebelliert gegen die vermeintliche Ungerechtigkeit.

Am Ende seiner Erzählung machte Jesus deutlich, dass die Gerechtigkeit Gottes in Wirklichkeit Gnade ist. Alle Menschen sind Begnadete, denn verdient hätten wir alle nur den Tod (Röm 6,23). Bei Gott gibt es keinen "christlichen Wettbewerb".

Mit der Gewohnheit, uns mit anderen zu vergleichen, bereiten wir uns und unseren Mitmenschen sehr viel Ärger. Anstatt uns über die unverdiente und unermessliche Güte Gottes zu freuen, geben wir der Unzufriedenheit Raum und belasten uns damit. Unzufriedenheit zerstört aber unsere Beziehung zu Gott und das Verhältnis zu unseren Mitmenschen.

Solltest du heute in die Versuchung geraten, dich mit anderen zu vergleichen, denke daran: Auch du lebst aus Gottes unverdienter Güte. Sie ist für alle Menschen gleich.

Albrecht Förster

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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