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Andacht vom 20.06.2014:

Wenn du keinen Ausweg mehr siehst, dann rufe mich zu Hilfe! Ich will dich retten, und du sollst mich preisen. Psalm 50,15 (Hoffnung für alle)

Die Heimfahrt mit dem Zug war für mich sehr schwer. Körperlich total erschöpft musste ich mich auf dreimal Umsteigen konzentrieren - und das in der Nacht! Mir war nach Weinen zumute, und ich hätte so gern mit jemandem über das gesprochen, was ich gerade erlebt hatte, nämlich den Tod eines guten Freundes.

In dieser Not erinnerte ich mich an unseren Andachtstext und setzte ihn in der Stille um: Ich bat Gott um einen Menschen, mit dem ich während der langen Fahrt über meine Traurigkeit sprechen könnte. Auf dem letzten Streckenabschnitt nahm ein junger Mann mir gegenüber Platz. Obwohl er ein alltägliches Gespräch begann, wurde mir recht schnell klar, dass er die "Erhörung meines Gebets" war. Wollte ich nun diese Antwort Gottes annehmen? Dann musste ich das Wagnis eingehen, "schwach" zu sein, das heißt: meinen Mund auftun und über meinen Schmerz reden. Ich entschied mich dafür! In aller Einfachheit und Kürze konnte ich dem jungen Mann mein Verlusterlebnis vom Nachmittag erzählen. Er war sehr einfühlsam. Nach einer kurzen Schweigezeit setzte er dann das Gespräch mit folgender Frage fort: "Und wie kommen Sie jetzt mit Gott klar?"

Eine mutige Frage, nicht wahr? Eine, die unser ganzes Leid direkt auf den Punkt bringt und uns vom Jammern und Klagen weglockt! Wer so fragt, will wissen, wie mein Halt in Gott aussieht, wie viel Zuversicht und Vertrauen ich von ihm bekomme. Diese Frage erinnert mich an den Text aus dem Philipperbrief: "Freut euch Tag für Tag, dass ihr zum Herrn gehört ... Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft Gott um alles bitten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!" (Phil 4,4.6 Hfa)

Wir beide waren uns schnell darüber einig, dass Gottes Größe und Macht - gerade im Angesicht des Todes und Verlustes - für uns Menschen unbegreiflich sind. Er ist und bleibt unser Schöpfer und Erhalter, er ist der Anfang und das Ende (Offb 22,13).

Mein Gegenüber war Moslem, ich bin Christin. Gott führte es, dass wir ihm gemeinsam die Ehre geben und ihn preisen konnten. Er hatte meine Bitte erhört und mir im richtigen Augenblick den Trost zukommen lassen, der für mich gut war.

Solch eine Erfahrung wünsche ich auch dir -solltest du vielleicht gerade traurig sein - für den heutigen Tag.

Waltraud Schneider-Kalusche

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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