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Andacht vom 01.07.2014:

Danach brach [Abram] von dort auf ins Gebirge östlich der Stadt Bethel und schlug sein Zelt auf ... und baute dort dem HERRN einen Altar und rief den Namen des HERRN an. 1. Mose 12,8

Nahe dem Hauptzelt flatterte eine Fahne mit einem Wappen im Wind. Unweit davon stand ein schlichter Altar aus Feldsteinen. Besonders das Wappen zog Besucher des Lagers an. Geschickt hatte der Gestalter ein Zelt mit einem Altar verbunden und kunstvoll ins Tuch eingewoben.

Natürlich entspricht das Detail mit Fahne und Wappen nicht dem biblischen Bericht, doch regen Abrahams Markenzeichen - Zelt und Altar - zu dieser literarischen Entfaltung an. Der Glaubensvater war lebenslang Zeltbewohner geblieben, obwohl er sich ein Massivhaus hätte leisten können. Damit wollte er ausdrücken: Ich bin auf der Suche nach einer Stadt, "die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist" (Hbr 11,10). Als seine Frau Sara nach 62-jähriger Wanderschaft starb (1 Mo 23,1), besaß der reiche Gottesmann nicht einmal so viel Land, um seine Frau würdig zu begraben; er musste erst für viel Geld ein geeignetes Stück Land kaufen (1 Mo 23,16-17).

Neben seine Zelte baute Abraham einen Altar. Offensichtlich hat er jeden Tag eine beachtliche Zeit anbetend vor seinem Schöpfer verbracht.

Welche Bedeutung spielt Abrahams "Familienwappen" für die Gläubigen von heute? Keiner erwartet von uns, dass wir mit einem Zelt durch die Lande ziehen, doch wie ist es bei uns um das Ziel bestellt, das Abraham motivierte, "nach Hause" zu pilgern? In der Regel haben wir uns so gut und dauerhaft eingerichtet, dass die Reise in Richtung Stadt Gottes eher einem Sandkastenspiel gleicht als der Wanderung auf ein tatsächliches Ziel zu. Die Sorgen um irdische Werte sind übermächtig, sodass sich die Sehnsucht nach der Stadt Gottes sehr in Grenzen hält.

Dann ist da noch der Altar im Wappen. Auch an dieser Stelle können wir uns hinterfragen, ob für uns Alltag und Altar noch die Einheit bilden, wie Abraham sie praktizierte. Für ihn war ein Altar der Ort, an dem er sich von Gott die Kraft holte, den Alltag zu meistern. Wir werden immer gewinnen, wenn wir Zeiten der Anbetung und des Hörens auf Gott in unsere Lebensreise fest mit einplanen. Heute, bei den zahlreichen massiv ablenkenden Einflüssen von Medien und Technik, scheint mir noch wichtiger zu sein, für "Zeit am Altar" zu sorgen.

Wilfried Krause

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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