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Mit dem Herzen reden | TopLife.at
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Verfasser:
Erschienen in:Top Life Magazin 2 / 2004

Mit dem Herzen reden

So bleiben Sie im Gespräch

getragen
"Als wir verliebt waren, haben wir viel miteinander geredet," erzählt Silvia. "Wir waren dicke Freunde. Ich konnte Daniel mein ganzes Herz ausschütten, und auch er sprach mit mir über alles. Jetzt reden wir kaum noch miteinander, und wenn, dann vor allem im Streit. Wir können nicht die geringsten Meinungsverschiedenheiten miteinander besprechen, ohne dass die Fetzen fliegen. Was ist bei uns schief gelaufen?"

Silvia und Daniel heirateten nach der Devise: "Wenn man sich wirklich liebt, kann man alle Probleme lösen." Wenn sich zwei Menschen lieben, sind die Erfolgserwartungen groß; groß ist allerdings auch die Gefahr, verletzt und missverstanden zu werden. Wahre Liebe ist jedoch nicht immer ein Garant dafür, dass es keine Missverständnisse und Verletzungen gibt. Silvia und Daniel glaubten, die einzige Möglichkeit, Probleme zu lösen, bestehe darin, sie auszudiskutieren. Wenn es aber Missverständnisse, unterdrückten Ärger oder unausgesprochene Vorbehalte gibt, lässt sich ein Problem nicht einfach durch Reden lösen. Viele Worte sind hier nicht die Lösung. Die Partner geraten lediglich noch mehr auf die Palme. Ohne dass es ihnen bewusst war, schaukelten sich Silvia und Daniel gegenseitig in ihrem Ärger auf.

"Darüber reden"

Wenn man einem Paar mit Kommunikationsproblemen den Rat gibt: "Sprecht über eure Probleme", geht man davon aus, dass sie in der Lage sind, sich auszudrücken, und dass sie verstehen, was der andere gesagt hat. Sich allerdings nur auf Worte zu konzentrieren, um herauszufinden, wie eine Krise entstanden ist, führt nicht zum Ziel. Die eigentliche Ursache ist wahrscheinlich viel eher in der Körpersprache, im Ton, in unausgesprochenen Annahmen und Unterstellungen, in der Bedeutung, die den Worten beigemessen wird, und der nachtragenden Erinnerung an frühere Erfahrungen zu suchen. Wie oft und auf welche Weise ein Paar miteinander redet, ist von großer Bedeutung, denn das Gespräch kann zwei Menschen entweder näher zueinander bringen oder Distanz schaffen. Wie ein Paar miteinander spricht, kann seine Beziehung bauen oder zerstören.

Im Gespräch können wir Gefühle ausdrücken, Empfindungen vermitteln, Gedanken erläutern, Meinungen vertreten und Kontakt mit dem Partner aufnehmen. Es ist eine angenehme Möglichkeit, sich die Zeit zu vertreiben, einander kennen zu lernen, Spannungen abzubauen, Meinungen zu äußern und das gegenseitige Vertrauen zu stärken. Die eigentliche und wichtigste Aufgabe des Gesprächs ist es also nicht, Informationen weiterzugeben, sondern eine Beziehung zu bauen. Die Qualität dieser Beziehung hängt sehr stark von der Fähigkeit beider ab, sich verbal auszudrücken.

Gesprächskiller

Vieles von dem, was wir jeden Tag von uns geben, sind Botschaften, die man völlig zutreffend als "Gesprächskiller" bezeichnen könnte. Wir haben uns so daran gewöhnt, gewisse Sätze zu verwenden, dass wir gar nicht mehr spüren, wie abstoßend sie sind. Wenn unser Partner negativ darauf reagiert, sagen wir, dass er überempfindlich ist oder übertrieben reagiert. Hier sind einige dieser "tödlichen" Botschaften, die garantiert dazu beitragen, dass Ihr Partner Ihnen eines Tages davonläuft:

Vorschnelle Lösungen präsentieren

In diese Kategorie fallen Befehle, Anweisungen und Kommandos: "Komm her!", "Beeil dich!", aber auch Warnungen und Drohungen wie z.B.: "Wenn du das noch einmal machst, werde ich ..."

Eine weitere Form ist das Moralisieren: "Du müsstest doch eigentlich wissen, dass man nicht ..." Die meisten von uns ärgert es sehr, wenn man uns sagt, was wir tun müssen oder sollten.

Abwertende Aussagen machen

Viele Menschen werten andere ab, obwohl wir doch alle wissen, wie man sich fühlt, wenn man erniedrigt wird. Abwertende Bemerkungen verurteilen, kritisieren und weisen Schuld zu: "Keine schlechte Idee, wenn man bedenkt, dass sie von dir kommt." Sie beschimpfen, machen lächerlich und beschämen: "Du bist eine Schlampe." Sie interpretieren, stellen Diagnosen und analysieren: "Das sagst du nur, weil ..." Und sie sind belehrend: "Liebling, wir sollten das nicht in der Öffentlichkeit tun."

Dr. James Dobson spricht von einem Spiel, das Ehepaare spielen. Er nennt es Anschlag auf den Ehepartner. In diesem zerstörerischen Spiel (das laut Dr. Dobson in der Regel von Männern gespielt wird), versucht der Mann, seine Frau zu bestrafen, indem er sie vor ihren gemeinsamen Freunden lächerlich macht und demütigt. Wenn sie allein sind, kann er sie verletzen, aber vor Freunden kann er sie vernichten. Besonders "erfolgreich" ist er, wenn sie in Tränen ausbricht.

Korrigieren

Dann gibt es noch den "Korrigierer". Wenn z.B. eine Frau etwas im Freundeskreis erzählt, hilft ihr ihr Mann, bei den Fakten zu bleiben. "Letzten Mittwoch waren wir bei Baumanns zum Abendessen eingeladen ..." "Nicht am Mittwochabend, Liebling, am Dienstag." "Na gut, auf jeden Fall haben wir zu Abend gegessen. Sie können wirklich gut italienisch kochen, und es hat die besten Canelloni gegeben, die ich je gegessen habe." "Aber nein, sie können überhaupt nicht gut kochen. Ich fand das Essen eher mäßig."

Ein Korrigierer ist beinahe zwanghaft darauf bedacht, dass die Tatsachen korrekt wiedergegeben werden. Solche Unterbrechungen sind häufig der Versuch, die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken. Hier wird ein krasser Mangel an Sensibilität deutlich, denn dem andern wird nicht die Gelegenheit geboten, eine Geschichte so zu erzählen, wie er sie in Erinnerung hat.

Urteilen

Der "Richter" versucht zu erraten, was als Nächstes kommen wird. Die Frau sagt: "Am Mittwochabend wird im Kino ein guter Film gezeigt." Ihr Mann wartet nicht ab, was sie damit sagen will, sondern bricht das Gespräch mit den Worten ab: "Kann sein, aber wir gehen nicht hin." Er nimmt an, dass er weiß, was sie sagen will. Viele Probleme, die sich aus Missverständnissen ergeben, könnten vermieden werden, wenn man zunächst klären würde, was der andere gemeint hat, bevor man irgendwelche Schlussfolgerungen zieht.

Themawechsel und andere Spezialitäten

Manche Menschen wechseln das Thema, noch bevor ein sinnvolles Gespräch in Gang gekommen ist oder wenn sie über einen bestimmten Punkt nicht reden wollen. Andere machen irgendwelche unwichtigen Einwände, nur um spitzfindig über etwas zu streiten, was von anderen anders gesehen wird. Es gibt auch solche, die sich grundsätzlich weigern, über bestimmte Themen zu reden; andere wiederum reden allzu viel über ein Thema. Ebenso "tödlich" ist es allerdings auch, wenn jemand zu wenig auf das reagiert, was sein Gegenüber sagt.

Die Liste solcher Gesprächskiller lässt sich fast endlos weiterführen. Gegen die "tödlichen" Botschaften Ihres Partners können Sie nichts machen, aber Sie können damit aufhören, selbst solche Botschaften auszusenden. Wenn Sie das tun, werden Sie merken, wie sich Ihre Beziehung zu Ihrem Ehepartner ohne weitere Anstrengung verbessert. Sie werden eine größere Nähe verspüren, wenn nicht so viele Gesprächskiller zwischen Ihnen stehen.

Schweigen ist nicht Gold

Wenn zwischen dem nichtverbalen Verhalten und den gesprochenen Worten keine Übereinstimmung besteht, kommt dem ersteren das größere Gewicht zu. Es ist nun vor allem wichtig, angemessen darauf zu reagieren. Es entsteht ein großes Maß an Harmonie, wenn wir uns mit unserem nichtverbalen Verhalten auf unseren Partner einstellen.

Nach Ansicht verschiedener Eheberater ist der "schweigende Ehemann" Hauptursache für die Hälfte aller Eheprobleme, mit denen sie zu tun haben. Viele Frauen beklagen sich darüber, dass sie ihren Mann einfach zu keinem Gespräch bewegen können. Diese Männer reden nur dann, wenn es entweder um Belanglosigkeiten oder um sachliche Angelegenheiten geht.

Für diese Schweigsamkeit der Männer gibt es verschiedene Gründe. Einige Männer, insbesondere Workaholics (Personen mit krankhafter Arbeitssucht), sehen nur Produktivität als wichtig an. Sie lösen Probleme, indem sie handeln, nicht reden. Andere Männer sind so autoritär, dass sie keine Diskussion aufkommen lassen, sondern nur Befehle weitergeben. Wieder andere hassen es, über das zu reden, was sie als trivial und alltäglich ansehen. Wer einem Mann vorwirft, dass er nicht kommuniziert, kann oftmals eine der folgenden Antworten hören:

"Was soll denn das heißen, ich kommuniziere nicht? Ich spreche doch gerade mit dir!" oder "Gut, ich bin zum Gespräch bereit. Worüber willst du reden?" oder "Reden, reden, reden, immer nur reden", oder "Du willst dich mit mir unterhalten? Was steht denn in der Zeitung?" Die letzte Aussage mutet schon etwas komisch an, denn Nachrichten sind nicht unbedingt das, worüber eine Frau sich gerne unterhalten möchte.

Schweigen ? eine missverständliche ?Kommunikation?

Wer immer es vorzieht zu schweigen ? sei es der Mann oder die Frau ? tut es, weil er/sie sich bei diesem Verhalten am sichersten fühlt. Man meint, dass der andere einen so nicht angreifen oder abwerten kann. Rückzug und Gleichgültigkeit sind jedoch eine sehr klare Botschaft, was das Engagement in der Beziehung angeht. Im Grunde genommen drückt die schweigende Person aus: "Ich will mich nicht mit dir oder unserer Beziehung auseinander setzen." Doch die Verpflichtung, sich in die Beziehung einzubringen, besteht schon allein aufgrund der Tatsache, dass man verheiratet ist. Ehe bedeutet Engagement, nicht Rückzug oder Gleichgültigkeit.

Wenn jemand in einer Ehe nicht zur Kommunikation bereit ist, wird das als Kränkung oder Beleidigung aufgefasst. Wer nicht kommunizieren will, stellt damit den Wert seines Engagements für die Beziehung in Frage. Durch den Rückzug tut der schweigende Teil so, als wäre er nicht verpflichtet, etwas zum Bestehen der Beziehung beizutragen.

Das Schweigen brechen

Gegen die Schweigsamkeit Ihres Partners können Sie nicht viel tun, wohl aber gegen das, was dieses Schweigen möglicherweise verursacht. Bitten, betteln, ärgerlich werden oder mit gleicher Münze heimzahlen kann das Problem nicht lösen. Mit anderen Strategien erreicht man wahrscheinlich eher, dass sich der Partner öffnet.

Eine Möglichkeit, ein Gespräch zu beginnen, wären z.B. die folgenden Worte: "Manchmal scheint es für dich schwierig zu sein, mit mir zu reden. Womöglich tue ich etwas, was es für dich so schwierig macht. Ich würde gern einmal mit dir darüber reden, um zu sehen, wo ich etwas verändern kann." Wenn Sie keine Antwort darauf erhalten, versuchen Sie es einmal so: "Was denkst du über meine Frage?" oder "Dein Schweigen sagt mir, dass du sehr wütend/verletzt/enttäuscht bist. Ist es das, was du mir mitteilen willst?" Vielen Menschen ist sogar ein Streit lieber als ein "Schweigen im Walde", denn eine negative Reaktion ist besser als gar keine.

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