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Verfasser: Helmut Mayer
Erschienen in:Top Life Magazin 4 / 2007

Die gute Nachricht vom Ende der Welt

Was das Weltende bedeutet

© 2006 JupiterImages Corporation
Überall in der Welt blicken Millionen Menschen voller Angst und Sorge in die Zukunft. Verheerende Natur­katastrophen, gewaltige Umweltverschmutzungen, neue gefährliche Epidemien, große Giftgaslager, die Furcht vor einem Einsatz biologischer und chemischer Waffen, das wachsende Ozonloch, die zunehmende Gewalt und Kriminalität sowie die allgegenwärtige Bedrohung durch den Terrorismus bewirken bei vielen Menschen eine Weltuntergangsstimmung. Große Denker unserer Zeit sprechen vom Ende der Zivilisation, vom sterbenden Planeten Erde, vom Ende der Welt. Viele haben den Glauben an eine goldene Zukunft verloren.

Auch Jesus sprach zu seinen Jüngern über das Ende: "Die Heilsbotschaft vom Reich Gottes wird in der ganzen Welt verkündigt werden, damit alle Völker sie hören. Dann erst wird das Ende kommen." Matthäus 24, 14 Hfa Nach Jesu Worten wird diese Welt keine unbegrenzte Zukunft haben. Es wird keinen unaufhörlichen Fortschritt, keine ständige Entwicklung zum Besseren geben.

Das Ende - eine Bedrohung?

Was meint Jesus, wenn er sagt: "...dann wird das Ende kommen"? Was ist das für ein Ende? Wird es ein Ende mit Schrecken sein? Müssen wir uns grundsätzlich vor dem Ende fürchten? Ist das Ende für alle Menschen etwas Bedrohendes? Manche erinnern sich daran, dass Jesus sagte: "Die Menschen fürchten sich und wissen nicht mehr weiter, weil Sturmfluten und Katastrophen über sie hereinbrechen. Ungewissheit und Angst treiben sie zur Verzweiflung. Sogar die Kräfte des Weltalls geraten durch­einander" Lukas 22,25.26 Hfa

Dem Wort "Ende", wie es Jesus gebrauchte, liegt das griechische Wort "Telos" zugrunde. Dieses Wort bedeutet: ein festes, ein bestimmtes Ziel. Wir können darum Jesu Wort auch so wiedergeben: "Das Evangelium vom Reich wird allen Völkern gepredigt werden und dann wird alles zu seiner Vollendung kommen, dann wird alles zu dem ihm bestimmten Ziel kommen."

Was ist dieses bestimmte Ziel? Was ist die Vollendung? Es ist die Aufrichtung seines Reiches. Es ist die Erfüllung der göttlichen Zusage aus Daniel 2, 44 und Daniel 7, 27: "Der Gott des Himmels wird ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Reich wird auf kein anderes Volk kommen."

Die Bedeutung der Herrschaft Christi

1. Das Ende von Versuchung und Sünde. Wenn Jesus erscheint, wenn das Ende da ist, dann wird Satans Macht für alle Zeiten gebrochen sein, dann wird es Versuchung und Sünde nicht mehr geben. Der Apostel Petrus wusste, dass uns die Versuchung oftmals wie ein Feuer bedrängt (1. Pt 4,12). Auch Jesus sagte: "Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt" Markus 14,38

Wer kennt nicht das schreckliche Drängen der Sünde, den Kampf zwischen Fleisch und Geist? Wer leidet nicht unter der Verführungsmacht des Bösen? Bist du der beständigen und listigen Anläufe des großen Verführers und Betrügers überdrüssig?

Wenn Jesus wiederkommt, werden alle Verführungsmächte für immer vernichtet: „Und der Teufel, der sie verführte, war geworfen in den See von Feuer und Schwefel, da auch der Anti­christ und der falsche Prophet sind." Offb. 20,10 Welch ein herrlicher Tag wird das sein, wenn der große Betrüger nicht länger Zutritt zu den Menschen hat, wenn die Tage des Kampfes, der Versuchung und Sünde für immer vorüber sind.

2. Das Ende von Angst und Furcht. Wie viele Ängste gibt es bei Menschen und Tieren! Sie sind ein Bestandteil dieser Welt. Die Furcht hat viele Gesichter. Jemand schrieb: "Die Furcht hat viele und verschiedene Verkleidungen. Zugrunde liegt ihr die Furcht vor der Trennung von Gott. Eng damit zusammen hängt die Furcht vor der Einsamkeit, vor der Wirklichkeit, vor einem möglichen Scheitern, vor dem Übersehenwerden, vor dem Anderssein, vor dem Nachdenken, vor eigenen Gefühlen, kurz, eine Furcht vielfacher Art! Es gibt sogar eine Angst vor der Furcht. Wir fürchten den Verlust unserer leiblichen und geistigen Gesundheit und unseres Lebens. Wir fürchten unsere Freunde, unsere Feinde und meist sogar uns selbst!" (Marjorie L. Lloyd, This Thing Called Fear, 9.)

Doch im Reiche Gottes hört alle Furcht für immer auf. Wenn Jesus kommt, wenn sich die Pforten des Paradieses für uns wieder öffnen, dann wird es eine herrliche Befreiung von Angst geben. "Die früheren Ängste sind vergessen!" Jesaja 65,16 Die Zusage Gottes lautet: "Sie sollen sicher wohnen ohne alle Furcht" Jesaja 32,18.

Durch den Propheten Zephania schenkt uns Gott die Zusage: "Es geht ihnen so gut wie einer Schafherde auf saftiger Weide, nie mehr versetzt ein Feind sie in Angst und Schrecken." Zeph. 3,13 Hfa Luther übersetzte: "Sie sollen weiden und lagern ohne alle Furcht."

3. Das Ende von Enttäuschung und Mutlosigkeit. Wir sind eine Gesellschaft der Enttäuschten. Jeder von uns hat schon bittere Erfahrungen machen müssen. Pläne und Hoffnungen sind gescheitert - "es ist alles anders gekommen, als ich es erwartet und mir gewünscht habe." Denken wir an Erfahrungen mit einer Urlaubsreise, einer Ehe, einer Freundschaft, einer Arbeitsstelle, einer Wohnung usw. Wir gehen alle durch Zeiten der Enttäuschung. Gemeinden sind von ihrem Pastor enttäuscht, Pastoren von ihren Gemeinden; Kinder von ihren Eltern und Eltern von ihren Kindern; Männer von ihren Frauen und Frauen von ihren Männern usw.

Selbst gläubige Menschen kennen Zeiten der Entmutigung und Enttäuschung. Der Apostel Paulus schrieb an die Gemeinde in Korinth: "Wir wollen nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns widerfahren ist, wo wir über die Maßen und über unsere Kraft beschwert waren, so dass wir auch am Leben verzagten" 1. Korinther 1, 8 Bist du enttäuscht und entmutigt, verzagt und niedergeschlagen? Freue dich! Das Ende kommt, das Ende von Enttäuschung und Mutlosgkeit.

Ein Mann betete einmal: "Vater, wenn ich zu dir heimkehre, hältst du mein Buch in deinen Händen. Dann wirst du mir den Titel eröffnen, den du meiner Geschichte gegeben hast. Dann werde ich mein Leben mit ganz anderen Augen sehen. Dann werde ich auch die schwierigsten Kapitel vollends verstehen. Dann werde ich manch dunkle Seite endlich begreifen. Dann werde ich erkennen, dass du auch auf krummen Zeilen gerade schreibst."

4. Das Ende von Krankheit, Schmerz und Leid. Ein Missionar schrieb; „Im Laufe der Jahre besuchte ich viele Krankenhäuser und Aussätzigenkolonien. Heilige und Sünder wie ich habe ich angesichts des Todes zittern gesehen. Der Anblick fiebriger Gesichter, verrenkter Glieder, von Krankheit gequälter Leiber hat oft mein Herz berührt. Überall sind die Krankenhäuser voll Kranker und Leidender." Die Medien berichten täglich in Wort und Bild von millionenfachem Leid. Menschen fallen Epidemien, Erdbeben, Katastrophen und Unglücksfällen aller Art zum Opfer.

Für jeden, der mit Krankheit, Schmerzen und Leid zu tun hat, ist die Botschaft "Das Ende kommt!", eine freudige. Die Tage des Schmerzes und des Leides sind dann vorüber. In dem Reich, das Gott aufrichten wird, wird "kein Schmerz ... mehr sein!" Offb. 20, 4

Die Wiederkunft Jesu wird für diejenigen, die Gott in ihrem Leben vertraut haben, ein Tag der Freude und Errettung sein. Wenn Jesus kommt, wenn das Ende da ist, wird es keine Krankenhäuser, Schmerzkliniken und Nervenheilanstalten mehr geben. Niemand wird mehr Spritzen oder Antibiotika benötigen. Wenn Jesus erscheint, dann bedeutet dies ewige Erlösung von Schmerz und Leiden. Der Apostel Paulus schrieb: "Dann wird unser hinfälliger, sterblicher Leib verwandelt und seinem auferstandenen, unvergänglichen Leib gleich werden. Denn Christus hat die Macht über alles." Philipper 3,21 Darauf warten wir, danach sehnen wir uns.

5. Das Ende von Sorge und Kummer. Eine junge Frau und Mutter, die ihren Mann durch einen Unfall verlor, schrieb in einem Brief: "Es ist so schwer zu verstehen, warum es geschah, warum Karl von mir genommen wurde, er war doch noch so jung und stark. Er fehlt mir überall. Doch nun schaue ich aus nach Jesu Wiederkunft mit größerer Sehnsucht als je zuvor; denn dann werde ich mit den Kindern wieder bei Karl sein."

Wie viel Kummer gibt es täglich! Wie viel Sorgen und Tränen. Unsere schwachen Bemühungen zu trösten, sind oft so wirkungslos. Der Apostel Johannes sagt, dass Gott alle Tränen trocknen wird und es nie wieder Leid, Angst und Schmerzen gibt. Wenn Gott unsere tränenvollen Augen trocknet, dann wird es für ewig sein. Darum erwarten wir den Tag des Endes mit Sehnsucht. Wenn Jesus wiederkommt, werden keine Tränen mehr fließen und keine Herzen mehr brechen. An jenem herrlichen Morgen, wenn das Ende kommt, werden die Tage des Leides ein Ende haben. Jesus selbst versprach: "Eure Traurigkeit soll in Freude verkehrt werden." Joh. 16,20 Darauf warten wir.

In einem Durchgangslager für Flüchtlinge fiel einem Diakon ein altes Ehepaar auf. Der Alte war ein sterbender Mann. Es wurde schnell deutlich, dass er nur noch kurze Zeit zu leben hatte. An seinem Bett saß seine treue Weggefährtin. Was sie sich zu sagen hatten, war ja wohl im Laufe eines langen Lebens besprochen worden; und das war gut so. Denn die Verständigung war schwierig, weil die alte Mutter ganz taub war. Und alles, was ihr Mann ihr sagen wollte, schrieb er auf eine alte Schiefertafel, die sie in ihrem geringen Gepäck mitführten. Eines Tages nun ging der Diakon an den beiden vorbei und sah, dass der Alte mit letzter Kraft geschrieben hatte: "Jetzt gehe ich nach Hause zum Heiland. Da werden wir nicht mehr vertrieben; da werden wir nicht mehr ausgeplündert; da wird Gott abwischen alle Tränen von unseren Augen."

Stellen wir uns für einen Augenblick die beiden Alten in dem grauenvollen Schrecken der Flüchtlingstage vor. Ringsum die furchtbare Not, vor ihnen die Stunde der Trennung. Aber über ihnen hat sich der Himmel aufgetan, und das Licht des Himmels ist in ihr armes Leben hereingebrochen.

6. Das Ende des Todes. Hunderttausende verlieren ihr Leben durch Naturkatastrophen. In Afrika sterben Millionen an AIDS. Alle vier Sekunden stirbt ein Mensch. Der Tod ist allgegenwärtig. Nichts ist so gewiss und unumstößlich wie die Tatsache, dass wir sterben müssen. Doch der Tod wird seine Herrschaft für immer verlieren. Die Bibel sagt in 1.Kor. 15. 26: "Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod."

Jesus wird bei seiner Wiederkunft die verheerenden Wirkungen des Todes für immer beseitigen. Die Verheißung Gottes lautet: "Deine Toten werden leben! Deine Leichname werden auferstehen" (Jes 26, 19) und in Offenbarung 21, 4 lesen wir die Zusage Gottes: "Der Tod wird nicht mehr sein." Was für ein Tag wird das sein, wenn das Ende kommt. Welch ein begeisterndes Ende findet die traurige Geschichte der Welt von Sünde und Tod. Dann werden Kinder wieder zu ihren Müttern gebracht werden, Ehepaare und Freunde, lange Zeit durch den Tod voneinander geschieden, werden vereint sein und sich nie mehr trennen. Wenn das Ende kommt, wenn Jesus wiederkommt, findet die große Wiedervereinigung vor Gottes Thron statt. Die Freude der Erlösten, ihr jauchzender Jubel wird viel größer sein als bei der deutschen Wiedervereinigung von Ost und West am Brandenburger Tor.

Lieber Leser, lebe in dieser frohen Endzeit­erwartung! Gehe mit dieser Hoffnung durch dein Leben, dann brauchst du keine Angst vor der Zukunft zu haben. Im Gegenteil, denn es kommt das Ende - das Ende von Versuchung und Sünde, von Angst und Furcht, von Enttäuschung und Mutlosigkeit, von Schmerz und Leid, von Sorge und Kummer und von Tod und Verderben.

Wenn wir vom Ende der Welt und von den Zeichen der Zeit sprechen, tun wir das mit großer Freude und Zuversicht. Wir reden von der herrlichen Zukunft und von dem, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.

Viele Menschen ahnen, dass das Ende kommt, dass es vor der Tür steht. Aber sie wissen nicht, was nach diesem Ende kommt. Sie kennen nur die eine Hälfte. Es gibt aber auch eine befreiende und beglückende Seite dieses Endes und die Hoffnung auf den neuen Himmel und die neue Erde, auf der Gerechtigkeit wohnt. Angesichts dieses herrlichen Endes verstehen wir das Wort aus der Offenbarung von Johannes: "Ja, komm, Herr Jesus, komme bald!" Offb. 2, 20

 

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