Andacht vom 19.04.2006:
Das Grundstück
Prüft aber alles und das Gute behaltet. 1. Thessalonicher 5,21
Ein Gutsbesitzer wollte ein Grundstück verkaufen und bat einen Grundstücksmakler, eine Annonce für ihn aufzusetzen und das Grundstück gut zu beschreiben. Als die Annonce fertig war, las der Makler sie dem Gutsbesitzer vor. Der Makler hatte einige interessante Aspekte über das Grundstück gefunden, und verstand es, sie gut herauszustellen und zu beschreiben. "Lesen Sie mir bitte noch einmal vor", bat der Eigentümer. Der Makler tat ihm den Gefallen.
"Ich habe jetzt beschlossen, das Grundstück überhaupt nicht zu verkaufen", sagte darauf der Eigentümer. "Ich habe mir seit Jahren ein solches Grundstück gewünscht, und nun kommt mir zum ersten Mal die Erkenntnis, dass ich etwas Derartiges ja selbst besitze."
Manchmal ist es gut, Dinge durch die Brille eines anderen zu sehen. Eine falsche Perspektive ist häufig der Grund dafür, dass wir nicht voll zu schätzen wissen, was wir haben. Erst wenn wir uns davon trennen müssen, merken wir, dass uns etwas Wertvolles fehlt. Wir träumen von fernen Werten und lassen die kostbaren Dinge um uns herum unbeachtet, bis ein anderer sie entdeckt. Der Wert und die Brillanz des Naheliegenden ist uns oft vollständig entgangen.
Auch im Glaubensleben besitzen wir durch Gott wertvolle Schätze, die uns oft nicht bewusst sind. Erst durch gründliches Bibelstudium erfahren wir den wahren Wert dieser Reichtümer.
Hoo Tiong The
Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.





