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Andacht vom 19.06.2012:

Darauf sagte Petrus zu Jesus: "Du weißt, wir haben alles stehen und liegen gelassen und sind dir nachgefolgt. Was haben wir davon?" Matthäus 19,27 (Gute Nachricht Bibel)

Vor Abschluss eines neuen Arbeitsverhältnisses wird in der Regel der künftige Lohn vereinbart. Die Frage nach dem Lohn gilt nicht nur für geleistete Arbeit, sondern letztlich sogar für das ganze Leben: Lohnt es sich?

Hinter den Worten des Petrus im heutigen Andachtstext steht die Frage: Was bringt die Nachfolge Jesu ein? Mancher meint: Ein Christ müsste den Gedanken an eine Belohnung von sich weisen. Bemerkenswert ist jedoch, dass Jesus die Frage des Petrus nicht als ungebührlich abgewiesen hat. Er versicherte seinen Nachfolgern sogar einen doppelten "Lohn": Im irdischen Leben ein Vielfaches dessen, was sie aufgegeben haben, und in Zukunft das ewige Leben als Krone (siehe Mt 19,28.29).

Das Christsein ist keine billige Vertröstung auf ein Jenseits. Schon hier erhalten Jesu Nachfolger einen großen "Lohn". Das ist erstens eine einzigartige Beziehung zu Gott, mit der wir schon jetzt Vergebung der Schuld, Befreiung von zerstörerischen Gewohnheiten und Anteil am ewigen Leben erhalten (siehe Eph 1,7; Joh 8,34.36; 6,40.47). Das zweite sind viele Brüder und Schwestern - die neue Gemeinschaft mit Gleichgesinnten in der Gemeinde. Wer um Jesu willen liebe Menschen verlassen musste, bleibt in der Gemeinde nicht einsam.

Gottes Lohn ist eine Realität, denn er ist treu (Hbr 10,23). Seine Güte ist dabei viel größer als unser kleines oder großes Wirken. Im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, das Jesus anschließend seinen Jüngern erzählte, warnte er jedoch vor falschem Denken hinsichtlich des Lohnes. Der Herr des Weinberges gab zuletzt allen den gleichen Lohn, obwohl die eingestellten Arbeiter unterschiedlich lange tätig gewesen waren (Mt 20,8-15). Sie stehen im Gleichnis für Menschen, die sich für Gottes Sache eingesetzt haben.

Mitunter schleicht sich auch bei Frommen der Gedanke ein, für ihren größeren Einsatz mehr als andere von Gott erwarten zu können. Dieses Denken führt in der Regel zu Überheblichkeit oder Selbstsicherheit und raubt die Freudigkeit im Dienst.

Wir können nicht aufgrund unserer Frömmigkeit oder unserer Leistung Ansprüche bei Gott stellen, dürfen aber gewiss sein, dass er in seiner Liebe einen einzigartigen Lohn für alle seine Kinder bereithält.

Manfred Böttcher

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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