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Andacht vom 06.11.2013:

Ich lebe, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Galater 2,20a (Neues Leben)

Heute feiern weltweit viele Piano-Fans den Geburtstag eines großen Pianisten, der die Welt durch seine Tastenzaubereien fasziniert hat. Er war ein brillanter Unterhalter - auf der Bühne wie als Salonlöwe. Wenn er seine rote Mähne und seine flinken Finger schüttelte, war das Publikum hingerissen. Bald war er international bekannt. Er engagierte sich auch politisch. 1919 wurde er Ministerpräsident der zweiten polnischen Republik. Kein Pianist vor ihm hat so viel Geld verdient: Man schätzt, dass es gegen Ende seines Lebens zehn Millionen Dollar waren. Doch er behielt das Geld nicht für sich, sondern spendete es für humanitäre Zwecke.

Als Ignaz Paderewski ein Konzert in der Carnegie Hall in New York gab, war der Saal wie üblich mit 3000 Zuhörern ausverkauft. Ganz vorne in der ersten Reihe saß eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn. Er bekam Klavierunterricht, und das Konzert des berühmten Paderewski sollte ihn zum Üben motivieren. Vor dem Auftritt des Künstlers unterhielt sich die Mutter mit ihrer Sitznachbarin. Plötzlich wurde es im Saal mäuschenstill: Der Junge war auf die Bühne geklettert und hatte sich an den Flügel gesetzt. Er begann eine kleine Melodie zu klimpern.

Die Mutter wurde blass und überlegte krampfhaft, was sie unternehmen sollte. Schon wurde erstes Gekicher laut. Da öffnete sich der Vorhang, Paderewski kam auf die Bühne und ging zu dem Jungen hinüber. Er flüsterte ihm ins Ohr: "Spiel weiter!" Während der Kleine weiterhin seine Melodie klimperte, begann Paderewski mit der linken Hand Akkorde zu improvisieren. Nach einer Weile nahm er auch die rechte Hand dazu und das Ergebnis war eine hinreißende Variation über das Kinderlied.

So möchte ich auch gern mein Leben gestalten - in der Umarmung des großen Meisters, der dafür sorgt, dass aus meinen stümperhaften Versuchen am Ende doch große Musik entsteht. Er lässt sich dazu herab, meine Lebensmelodie mit seiner Güte zu füllen. Durch sein Wirken wird das, was ich denke, sage und tue, reif und harmonisch. Auch wenn ich danebentapse, wirft er mich nicht ungeduldig vom Stuhl, sondern umgibt mich weiterhin mit seiner Wärme und Vergebung. Spielst du auch "mit ihm"?

Sylvia Renz

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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