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Andacht vom 11.05.2007:

Ohne Ansehen der Person?

Nun ist der Menschensohn gekommen, isst und trinkt wie jeder andere, und ihr beschimpft ihn: "Er frisst und säuft, und seine Freunde sind die Zolleinnehmer und anderes Gesindel!" Lukas 7,34 (Hoffnung für alle)

Ich bin nicht sicher, ob ein Mensch mit einem solchen Ruf in unserer Gemeinde eine Chance hätte. Und Jesus zeigte noch nicht einmal Bereitschaft, daran etwas zu verändern. Derartiges Verhalten entspricht doch nicht dem Lebenswandel eines Gläubigen. So jemand würde dem Image einer Gemeinde mit Sicherheit mehr schaden als dienen.

Es passiert schnell, in ein Fettnäpfchen zu treten. Und wenn man nicht die Norm der Gruppe, in der man lebt, erfüllt, ist der Ruf schnell ruiniert. In der Gemeinde, in der die Erwartungen an einen geheiligten, tadellosen Lebenswandel sehr hoch sind, besteht auch leicht die Gefahr, andere vorschnell zu verurteilen. Johannes den Täufer haben sie als "besessen" (V. 33) bezeichnet, weil er asketisch gelebt hat.

Doch Jesus Christus, der Urheber allen Glaubens, der Gemeinde und des Gottesdienstes ließ sich durch Vorurteile nicht von seiner Überzeugung abbringen. Er nahm keine Rücksicht darauf, was andere von ihm dachten. Ihm ging es nicht darum, seinen guten Ruf zu erhalten. Sein wichtigstes Ziel war und ist, Menschen zu retten, und das verfolgte er während seines Erdenlebens ohne Rücksicht auf die Meinungen seiner Umgebung.

Die Menschen, die er sucht, findet er nicht in Synagogen oder Kirchen. Er findet sie auf der Straße, in den Kneipen und Kinos, in Einkaufszentren und Fußballstadien. Jesus geht dahin, wo die Menschen sind, das ist seine Mission. Er nimmt in Kauf, dass er damit nicht den Forderungen der so genannten Frommen entspricht.

Auch uns sollte es nicht in erster Linie um unseren guten Ruf gehen; nicht um die Erfüllung der Erwartungen anderer an uns. Unser wichtigstes Ziel sollte Gottes Auftrag an uns sein: den Menschen dieser Welt die gute Nachricht von der Erlösung, von Hoffnung und Liebe mitzuteilen. Jesus handelte aus tiefster Überzeugung und nur deshalb war er in der Lage, Beschimpfungen, Verleumdungen und Missverständnisse auszuhalten.

Uns kann es manchmal ähnlich ergehen, dass wir beschimpft, belächelt oder einfach nicht ernst genommen werden. Lassen wir uns davon nicht irritieren und verunsichern, sondern erfüllen wir zielstrebig, überzeugt und mit Begeisterung den Auftrag, den Gott uns gegeben hat.

Roland Nickel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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