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Andacht vom 28.12.2008:

Powerfrau!

Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Lukas 1,30

Zum Fürchten war sie allerdings, diese Situation. Waren nicht selbst "gestandene Männer" wie Mose, Daniel oder Jesaja buchstäblich zu Boden gegangen, als Gott ihnen persönliche Begegnungen mit seinen himmlischen Boten zumutete? Hier aber ging es um ein junges Mädchen von 17, allenfalls 18 Jahren, und ob es wirklich eine Gnade war, dass Gott mit seinem Plan für die Erlösung der Welt ausgerechnet in ihr unauffällig-beschauliches Leben "einbrach", darüber ließe sich zweifellos diskutieren.

Eines fasziniert mich allerdings schon an dieser Stelle: Maria protestiert mit keinem Wort, obwohl sie allen Grund dazu hätte - und hebt sich damit auf ganz besondere Weise von besagten "gestandenen Männern" (und Frauen) ab, die im entscheidenden Moment nur allzu gut wussten, warum sie für den Dienst, zu dem der Herr sie rief, absolut ungeeignet waren: Mose entschuldigte sich mit seiner "schweren Zunge" (2 Mo 4,10), Jeremia hielt sich für zu jung (Jer 1,6) und selbst Ellen G. White, eine Pionierin der Adventgemeinde, wäre dem Auftrag Gottes am liebsten weiträumig aus dem Weg gegangen.

Maria aber hat nicht Nein gesagt, sondern sich ganz demütig und bescheiden als "Magd des Herrn" unter Gottes Führung gestellt. Es war kein leichter Weg, der vor ihr lag, aber sie ging ihn voller Vertrauen auf den Gott, der sie gerufen hatte. Am Ende stand sie nicht nur mit Johannes unter dem Kreuz (Jo 19,25-27), sondern war auch im "oberen Saal" mit dabei, als die Jünger Jesu sich nach der Himmelfahrt ihres Herrn dort versammelten, um auf die Ausgießung des Geistes zu warten (Apg 1,13.14). Schon deshalb kann sie uns in vielfacher Hinsicht Vorbild und Beispiel sein, auch wenn wir das katholische Verständnis dieser und anderer Textstellen über Maria nicht teilen.

Ihr Weg mit Gott führte sie unter das Kreuz und mitten in die Gemeinde. Wo hat dein Lebens- und Glaubensweg dich hingeführt? Stehst du gemeinsam mit deinen Schwestern und Brüdern unter dem Kreuz Jesu -oder lebst und glaubst du längst nach eigenem "Rezept" eins ist sicher: Vergebung, Erlösung und Ewigkeit finden wir - du und ich - nur unter dem Kreuz, und sonst nirgendwo. Vielleicht spürst du längst, dass du diese Richtung verloren hast. Dann orientiere dich heute neu, kehre um und mache dich auf den Weg, den Weg zurück nach Golgatha. Er wartet ja schon so lange auf dich!

Friedhelm Klingeberg

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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