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Andacht vom 22.01.2009:

Vom "Nachschleifen" unserer Kinder

Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. 5. Mose 6,4-7

Auf die Frage von Schriftgelehrten, welches das "höchste Gebot" sei, zitierte Jesus die beiden ersten Sätze unseres Andachtstextes (vgl. Mk 12,30.31) und fügte ein weiteres Zitat hinzu: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (3 Mo 19,18) Seitdem sind diese beiden Aussagen die wichtigste Richtschnur für das Leben eines Christen.

Für Eltern ist es ein natürliches Bedürfnis, den Glauben, der einem selbst Hoffnung und dem Leben Sinn gibt, an die Kinder weiterzugeben. Aber wie gelingt das so, dass sie freudig ja zu Jesus sagen? Der Andachtstext enthält dazu zwei wichtige Hinweise: Zum einen sollen wir so oft wie möglich unseren Glauben bezeugen. Glauben und Leben sollen zusammengebracht werden, damit den Kindern klar wird, dass Glaube fürs Leben bedeutsam ist. Dazu gehört natürlich, dass wir nicht nur reden, sondern auch glaubwürdig leben.

Zum anderen steht im Text das Wort "einschärfen", ein Ausdruck, der im Alten Testament auch für das Schärfen von Messern verwendet wird.

Um stumpf gewordene Klingen zu schärfen, braucht man einen Schleifstein, an dem das Messer gewetzt werden kann. Dabei ist der Winkel, in dem man es am Stein schleift, von entscheidender Bedeutung. Unterschiedliche Messer benötigen unterschiedliche Schleifwinkel, sonst werden sie eher stumpf als scharf.

Übertragen auf die Weitergabe des Glaubens heißt das: Weil kein Kind dem anderen gleicht, sollte ihnen die Gute Nachricht so erklärt werden, wie es ihrer Persönlichkeit entspricht. Wie beim Messerscharfen der Schleifwinkel, so sind bei Kindern das richtige Augenmaß und die Vorgehensweise wichtig, damit das Evangelium bei ihnen Wurzeln schlagen kann.

Messer werden durch Gebrauch stumpf und müssen häufig geschliffen werden, ebenso sollten Kinder die biblische Botschaft immer wieder neu hören. Nicht zuletzt benötigt man zum Messerschärfen Zeit und Geduld. Die brauchen wir erst recht mit unseren Kindern, wenn wir sie erfolgreich auf ihrem Weg zu Jesus begleiten wollen, damit sie es lernen, Gott über alles zu lieben und ihren Nächsten wie sich selbst.

Thomas Lobitz

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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