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Andacht vom 18.07.2009:

Geduld mit dir und mir

Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. 2. Petrus 3,9

Sehr lange kann sie nicht gebrannt haben, die sprichwörtliche "erste Liebe" unter den Gläubigen der Urgemeinde. Ungeduld und Skepsis waren offenbar stärker, und kaum waren ein paar Jahrzehnte seit der Himmelfahrt vergangen, sahen sich die Apostel zu kraftvollen Verteidigungsaktionen genötigt, um die Gläubigen "bei der Stange zu halten".

Auch Petrus zieht in seinem zweiten Brief alle Register, um in puncto Wiederkunftshoffnung Klarheit zu schaffen. Am meisten lässt allerdings seine Begründung für die vermeintliche Verzögerung aufhorchen: "Der Herr verzögert nicht die Verheißung, ... sondern er hat Geduld mit euch." Moment mal, hat er sich da nicht verschrieben? Sollte es nicht viel sinnvoller heißen "er hat Geduld mit der Welt" oder "mit den Ungläubigen", den "Heiden"? Keine Frage, das würde uns viel besser gefallen, aber so steht es nicht da, und das hat seinen Grund. Die Heiden waren nämlich niemals wirklich das Problem von Jesus. Die kamen nach Jerusalem und konnten es kaum erwarten, ihn zu sehen (Joh 12,20.21).

Seine eigenen Angehörigen waren es, die ihn für verrückt erklärten (Mk 3,20.21), dem Theologen Nikodemus musste er mühevoll mitten in der Nacht das kleine Einmaleins der Erlösung erklären (Joh 3), und die höchsten Würdenträger des damaligen Volkes Gottes hatten nichts Wichtigeres zu tun, als seinen Tod zu planen. Selbst seine besten Freunde ließen ihn im Stich, als es darauf ankam, vom "Spezialfall" Petrus gar nicht zu reden.

Nein, "die Welt" war niemals sein Problem. Für die hat er womöglich das Internet und die Satellitenschüssel erfinden lassen - ein Knopfdruck genügt, und Millionen hören in einem Augenblick das Evangelium; und selbst in den entferntesten Winkeln der Erde entscheiden sich Menschen für Christus. Wäre "die Welt" der entscheidende Punkt, wäre Jesus längst wiedergekommen.

Es ist seine Gemeinde, die ihn gewissermaßen auf die Folter spannt. Es sind die Menschen, die ihm am nächsten stehen, auf die er warten muss. Er hat Geduld, und das gilt auch für dich und mich.

Danke, Herr, dass du noch auf mich wartest. Lass mich auch heute wieder ein großes Stück voran kommen auf dem Weg zu dir.

Friedhelm Klingeberg

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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