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Andacht vom 17.08.2009:

Christen sind Reisende mit "Himmlischem Meldezettel"

Aber unsere Heimat ist der Himmel, wo Jesus Christus, unser Herr, lebt. Und wir warten sehnsüchtig auf ihn, auf die Rückkehr unseres Erlösers. Philipper 3,20 (Neues Leben Bibel)

Ich bin in der Nähe von Wolfsburg aufgewachsen. Von Geburt an habe ich in unserem Haus gewohnt, hatte mein eigenes Zimmer und einen großen Garten zum Spielen. Das Haus war meine Heimat, stand für Geborgenheit. Es war eine Festung, in die ich mich jederzeit zurückziehen konnte. Meine Eltern und Großeltern haben dieses Haus gebaut und im Laufe der fahre immer schöner gemacht.

Im Alter von 20 Jahren verließ ich mein Zuhause, um das Studium an einem theologischen Seminar aufzunehmen. Glücklicherweise konnte ich in den Ferien regelmäßig nach Hause zurückkehren. Und die heimatlichen Gefühle, die Geborgenheit und die schönen Kindheitserfahrungen haben sich immer wieder eingestellt.

Um so schmerzlicher traf es mich, als sich meine Eltern entschlossen, das Haus zu verkaufen und fürs Alter eine kleinere Wohnung zu suchen. Ich wusste: Das Haus meiner Kindheit und meiner Jugend, meine Heimat, würde für mich nicht mehr erreichbar sein.

Diese Erfahrung hat seitdem Symbolcharakter für mein Christsein. Unser irdisches Leben ist nur eine Durchgangsstation. Wir können nichts festhalten, nichts mitnehmen. Alle Besitztümer sind nicht auf Dauer angelegt. Die irdische Heimat zu verlassen und sich im Vertrauen auf Gott auf etwas Neues einzustellen, das ist ein biblisches Prinzip. Abraham, Isaak, Jakob, Mose und viele andere fühlten sich als Gäste in dieser Welt und warteten auf ein himmlisches Zuhause, weil Gott es ihnen verheißen hatte (Hbr 11,8-10).

Christen sind Pilger, unterwegs in eine neue Welt, in eine neue Heimat, die Gott selbst für sie bauen wird. Mit dieser Einstellung im Herzen haben gläubige Menschen eine gesunde Distanz zu den Dingen dieser Welt. Wir sind nicht gebunden an Gebäude und Grundstücke, wir müssen nicht in Heimatvereinen frühere, glücklichere Zeiten besingen. Wir sind Reisende, keine Siedler.

Wenn wir uns auf dieser Welt eingerichtet haben und auch heimisch fühlen, sollten wir uns immer wieder bewusst machen: Unsre eigentliche Heimat ist Gottes neue Welt. Das macht uns frei und bereit für den Auftrag, den Gott auf dieser Erde für uns hat, nämlich Menschen in diese neue Welt einzuladen.

Roland Nickel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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