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Andacht vom 10.01.2010:

Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn. Lukas 4,18.19

Es war an einem Sabbat. Jesus ging, wie gewohnt, mit vielen anderen in die Synagoge in Nazareth-den Ort, wo man ihn von klein auf kannte.

Was ist der Sinn des Sabbats? Er soll an die Schöpfermacht und Autorität Gottes erinnern. Er soll die Menschen untereinander in Liebe verbinden und die Gemeinschaft mit Gott festigen.

Ich bezweifle, ob Jesus damals so ein Gebet sprach, wie man es heutzutage oft bei einem Sabbatgottesdienst hört: "Herr, sei unter uns und halte alle Störungen von innen und außen fern." Damals in Nazareth kamen nur Sabbathalter zusammen; aber mit der verheißenen und ersehnten Ruhe war es nicht weit her. Nach Jesu Schriftlesung und Auslegung der oben zitierten Texte aus dem Buch Jesaja war die Reaktion zuerst gespannte Aufmerksamkeit (Lk 4,20), dann Verwunderung (V. 22) und schließlich Zorn, der sich darin Luft verschaffte, Jesus töten zu wollen (V. 28.29).

An der Schriftlesung hatte keiner Anstoß genommen, wohl aber an der Auslegung, denn Jesus erklärte: "Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren." (V. 21) Er bezog das, was Jesaja über den zukünftigen Erlöser Israels geschrieben hatte, auf sich selbst. Das begriff man durchaus. Wahrscheinlich begegnete man Jesus in seiner Heimatstadt durchaus ehrenvoll, aber dass er sich als der Messias ansah, kam ihnen wie eine Gotteslästerung vor.

Diese Geschichte zeigt, wie bösartig manche Gottesdienstbesucher werden können, wenn ihnen eine Botschaft gebracht wird, die sie aus ihrer gängigen, frommen Denkweise und Tradition im Namen Gottes herausreißen will. Ich frage mich, ob wir nicht oft unsere schönen und angenehmen Sabbatgottesdienste zu einem Pflichtprogramm ohne rechten Inhalt erhoben haben.

Welchen Schluss ziehen wir aus den Ereignissen in Nazareth? Sollte derjenige, der nicht bereit ist, im Gottesdienst aufrichtigen Herzens auf Gottes Wort zu hören, lieber zu Hause bleiben? Nein! Er sollte lieber neu über Gottes Wort und den Sinn des Sabbats nachdenken!

Josef Butscher

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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