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Andacht vom 30.06.2010:

Prüfet aber alles, und das Gute behaltet. 1. Thessalonicher 5,21

Wenn die eigenen Eltern gestorben sind, wird vielen plötzlich klar, dass sie nun aufgerückt sind in der Abfolge der Generationen. Man verdankt jemandem sein Leben; man hat ihn geliebt, obwohl es auch Zeiten von Streit und Konflikten gab.

Oft stellt sich dann die Bilanzfrage nach dem Sinn des Lebens: Was bleibt mir von dem Verstorbenen? Welches Erbe zählt? Mir geht es dabei nicht in erster Linie um Geld oder Besitz, sondern darum, was an nicht Fassbarem bleibt. Man erbt doch viel mehr als nur materielle Güter! Die meisten Menschen übernehmen die inneren Werte und Einstellungen ihrer Eltern, oft auch deren Vorlieben und Abneigungen.

Für mich zum Beispiel zählt das, was wirklich Bestand hat. Wer wie meine Eltern Not und Hunger in Deutschland am Ende des Zweiten Weltkriegs und danach miterlebt hat, gibt eine ganz eigene Sicht auf das weiter, was wichtig ist. Zu meinem Erbe gehört auch, dass man sein Geld zusammenhält, Gäste bewirtet, sich um den Zusammenhalt der Familie kümmert und etwas aus sich macht. Mit diesen Werten bin ich aufgewachsen; sie prägen mich stärker als vieles andere. Wenn ich über mein Erbe nachdenke, dann erinnere ich mich zuerst daran - und nicht, welchen materiellen Wert mein Elternhaus hat.

Diese Einstellung gegenüber bleibenden Werten lehrt auch der Glaube. Dabei geht es jedoch für Christen nicht darum, eine Einstellung oder eine Lebensregel zu pflegen, weil es über Generationen eben so weitergegeben wurde. Der Apostel Paulus schreibt kurz und treffend: "Prüfet aber alles, und das Gute behaltet." Das gilt nicht nur für die Gabe der Prophetie, sondern auch für viele andere Bereiche.

Gut ist, was dem Leben dient, zum Beispiel Hilfsbereitschaft in der Familie und in der Nachbarschaft. Gut ist auch, was dem eigenen Leben hilft, denn aus christlicher Sicht gehört die Selbstliebe dazu (jedoch nicht die Selbstsucht). Manche Werte früherer Generationen lässt man besser verfallen, andere aber verdienen es, weitergetragen zu werden.

Richtig zu erben bedeutet aus christlicher Sicht: In einer innigen Beziehung zu Gott darf ich ruhig alles prüfen und mir eine eigene Meinung bilden. Gott wird mir zeigen, was für mich und andere gut ist, was ich behalten und weitergeben soll. Dessen darf ich mir auch heute ganz sicher sein.

Beate Strobel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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