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Andacht vom 18.01.2011:

Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Matthäus 25,1-4

Wir waren als Familie in einem Gottesdienst und während mein fünfjähriger Sohn auf meinem Schoß saß, begann die Kindergeschichte: "Zwei Männer gingen in den Wald, um Bäume zu fällen ..." Weiter war die Geschichte noch nicht. Da drehte sich mein Sohn zu mir um und flüsterte mir ins Ohr: "Papa, das geht nicht gut!"

Ähnlich geht es uns, wenn Jesus am Anfang seines Gleichnisses berichtet, dass von den zehn Jungfrauen fünf "töricht" waren. Töricht ist heute kein gängiger Begriff mehr, wir würden eher von dumm oder gedankenlos reden. Warum sind diese fünf Jungfrauen töricht? Weil sie etwas vergessen haben, nicht gut genug vorbereitet waren und buchstäblich im Schlaf von einer "Ölkrise" überrascht wurden.

Etwas Wichtiges zu vergessen haben wir alle schon erlebt. In diesem Gleichnis geht es jedoch um viel mehr, nämlich um die Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu - für einen Nachfolger Christi das Ereignis, auf das sich all seine Hoffnung und all sein Sehnen konzentrieren, und worauf wir als Gläubige doch vorbereitet sein wollen.

Wie können wir uns auf dieses Ereignis vorbereiten? Die Antwort des Gleichnisses lautet: genug Öl dabei haben. Im Alten Testament war das Öl ein Symbol für den Heiligen Geist (zum Beispiel bei der Salbung eines Hohepriesters oder Königs). Hätte man die fünf klugen Brautjungfern gefragt, ob sie genug Öl haben, hätten sie sicherlich geantwortet: "Selbstverständlich!" Fragt man aber Christen, ob sie immer den Heiligen Geist "haben", dann hört man häufig zögerliche Antworten: "Ich hoffe", "Vielleicht" oder "Manchmal habe ich schon das Gefühl". Es mag daran liegen, dass wir das Erleben und "Haben" des Heiligen Geistes auf wenige ganz heilige oder außergewöhnliche Situationen begrenzen. Dabei bedeutet es nichts anderes, als die Gegenwart Gottes in mir. Wenn wir Gott um seinen Heiligen Geist bitten, dann füllt er zu jeder Zeit unsere "Ölreserven" (Lk 11,13) und wir können gut gerüstet und vorbereitet der Wiederkunft Jesu entgegensehen.

Dennis Meier

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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