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Andacht vom 06.03.2011:

Als Nächstes sah ich einen Mann mit einer Messschnur in der Hand. "Wohin gehst du?", fragte ich ihn. Er antwortete: "Ich gehe nach Jerusalem, um auszumessen, wie groß die Stadt werden soll." Da trat der Engel vor, der bis jetzt mit mir gesprochen hatte. Ein anderer Engel kam ihm entgegen und gab ihm den Auftrag: "Lauf und sag dem jungen Mann mit der Messschnur: Jerusalem soll keine Mauer mehr haben, damit der Platz für die vielen Menschen und Tiere ausreicht. Der Herr verspricht: ,Ich selbst werde die Stadt ringsum wie eine Mauer aus Feuer schützen. Mit meiner ganzen Macht und Herrlichkeit will ich wieder mitten in Jerusalem wohnen.'" Sacharia 2,5-9 (Gute Nachricht Bibel)

Eine hoffnungsvolle Zeit für das Volk Gottes: Nach Zerstörung und Vertreibung gab es nun die Chance zum Neuanfang. Endlich konnte Jerusalem wieder aufgebaut werden. Spontan war jemand bereit, sofort anzufangen. Sein erster Gedanke war: Ich muss die Grenzen festlegen. Ich muss ausmessen, wo die Stadtmauern gezogen werden müssen.

Was mag ihn dazu bewegt haben? Bedenkt man die Unsicherheit, aus der das Volk Gottes kam, ist es verständlich, dass er zunächst sicherstellen wollte, dass die Stadt gut geschützt wird. Dazu ist es nötig, sich vor Feinden zu schützen und Mauern gegen die Bedrohung aufzurichten. Vielleicht benutzte er das Maßband auch, um festzustellen, wo die alten Stadtmauern standen, denn es sollte doch so werden wie früher. Da geschah das Unerwartete: Gott ließ den Propheten wissen, dass es nicht so sein sollte.

Wer sich Gedanken darüber macht, was für den Gemeindeaufbau heute wichtig ist, spürt auch die Sorge vor den Gefahren unserer Zeit. Da droht Verweltlichung, da lauert Verführung durch liberale StRomungen und Irrlehren. Da erscheint es nötig, sich deutlich abzugrenzen. Da braucht die Gemeinde Mauern gegen schädliche Einflüsse, damit alles so bleibt wie früher. Und schnell sind wir mit unserem Maßstab dabei, die Grenzen festzulegen, die für alle gelten sollen. Doch halt! Der Engel Gottes sagt: So soll es nicht sein. In die Gemeinde sollen viel mehr hineinpassen, als wir uns vorstellen können. Darum dürfen wir uns nicht mit Abgrenzung beschäftigen, keine Mauern errichten und schon gar nicht unseren Maßstab dabei anwenden.

Gott selbst wird seine Gemeinde schützen. Jesus ist ihr Herr und "die Macht des Todes wird sie nicht besiegen können" (Mt 16,18 Hfa). In Treue zu ihm dürfen wir uns unbekümmert und freudig Anderen zuwenden und sie einladen.

Lothar Wilhelm

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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