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Andacht vom 22.01.2012:

Da sagte Jesus zu ihr: "Du hast ein großes Vertrauen, Frau! Was du willst, soll geschehen." Matthäus 15,28 (Gute Nachricht Bibel)

Als Herta Müller, eine deutsch-rumänische Schriftstellerin, 2009 den Nobelpreis für Literatur erhielt, konnte sie das kaum fassen. Sicherlich ging es jener kanaanitischen Frau ähnlich, als sie das erstaunliche Wort hörte: "Dein Glaube ist groß!" (Mt 15,28) Matthäus berichtet, dass Jesus sich in das Gebiet um die Städte Sidon und Tyrus zurückzog, um mit seinen Jüngern allein zu sein. Da kam eine Frau zu ihm. Sie gehörte nicht zum Volk Israel und wusste nur vom Hörensagen von Jesus: viele Kranke hatte er geheilt, darunter Kinder, und selbst für verachtete Randsiedler der Gesellschaft war er da. Diese Frau hatte eine Tochter, die unter dämonischer Besessenheit litt. Niemand hatte helfen können (Mt 15,21.22).

Als sie Jesus begegnete, bat sie ihn um Erbarmen. Aber Jesus schwieg. Seine Jünger waren ungehalten über diese Frau; sie wollten ihre Ruhe! Sie baten Jesus, die Bitte der Frau zu erfüllen, doch er sagte "Ich habe nur den Auftrag, den Israeliten zu helfen." (V. 24 Hfa)

Aber die Frau ließ sich auch davon nicht beirren. Sie war überzeugt, dass Jesu Schweigen auf ihre Bitte letztlich keine Abweisung war. Sie warf sich vor ihm nieder und bat flehentlich: "Herr, hilf mir!" Doch Jesus antwortete: "Es ist nicht recht, den Kindern das Brot wegzunehmen und es den Hunden vorzuwerfen." (V. 25.26 GNB) "Hunde" - das waren in jüdischen Augen die Heiden. Aber die Frau vertraute darauf, dass Jesus, wenn er schon über die Landesgrenze nach Syrien und damit in ihre Nähe gekommen war, ihr auch helfen würde. Sie schaute Jesus ins Angesicht und sagte: "Gewiss, Herr, aber die Hunde bekommen doch wenigstens die Brocken, die vom Tisch ihrer Herren herunterfallen." (V. 27 GNB) Sie glaubte: Jesu Erbarmen ist so groß, dass es auch ihr gilt. Recht hatte sie!

Mitunter erleben auch wir auf dem Weg des Glaubens Gottes Schweigen in Nöten, die uns betroffen haben. Es gibt jedoch keinen Grund, dieses Schweigen als Ablehnung oder Hilflosigkeit zu deuten; vielmehr kann es die Einladung sein, Jesus noch näher zu kommen. Wir haben nichts, was wir vor ihm zu unseren Gunsten präsentieren könnten, aber weil er uns liebt, dürfen wir an seinen Verheißungen festhalten. Großer Glaube bedeutet nicht, "geistliche Muskeln" spielen zu lassen, sondern schlicht und einfach Christus zu vertrauen und alles auf sein Erbarmen zu setzen.

Manfred Böttcher

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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