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Andacht vom 15.03.2012:

[Jesus sagte:] "Hört zu! Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen ... Wer Ohren hat zu hören, der höre!" Markus 4,3.9

Mit dieser kurzen Aufforderung schloss Jesus manche seiner Gleichnisse. Ist es nicht selbstverständlich, dass man Ohren zum Hören hat? Mit seinen Gleichnissen wollte er seine Hörer zum Nachdenken bewegen. Darin liegt unbestritten ihr Wert.

Beim Gleichnis vom Sämann widmen die meisten ihre Aufmerksamkeit dem unterschiedlichen Boden, in denen der Same gesät wird, denn er erklärt die unterschiedliche Wirkung der Bemühungen des Bauern (Mk 4,15-20). Vor allem wies Jesus, der sich später selbst als der Sämann erklärte (Mt 13,39), jedoch auf ein wichtiges Prinzip des Reiches Gottes hin, das den gängigen Vorstellungen vom Aussäen widerspricht.

Kein Bauer hätte damals so gehandelt, wie es Jesus im Gleichnis darstellte. Saatgut war viel zu kostbar, als dass man einiges davon auf den Weg, einiges auf Boden mit felsigem Untergrund oder unter Dornen gestreut hätte (Mk 4,4-7). Der Acker wurde immer nach bestem Vermögen vorbereitet, damit die kostbare Saat darin aufgehen konnte. Jesus als der Sämann im Gleichnis geht dagegen mit dem Samen des Wortes Gottes (V. 14) verschwenderisch um. Das ist ein grundlegendes göttliches Prinzip.

Jesus machte sein Wirken als Sämann auch nicht von dem zu erwartenden Erfolg abhängig. Wenn es sich ergab, predigte er vor Tausenden über das Reich Gottes, aber genauso gern nahm er sich Zeit für persönliche Gespräche und folgte Einladungen von Pharisäern und Schriftgelehrten, obwohl er wusste, dass die ihm ablehnend gegenüberstanden. Er nahm in seinen Jüngerkreis einen Judas auf und bemühte sich um Zöllner und Leute mit fragwürdigem Lebenswandel.

In seiner grenzenlosen Liebe war Jesus für alle da und hat aus diesem Grund so verschwenderisch gehandelt. Und wenn sich seine Zuhörer von ihm abwandten, respektierte er ihre Entscheidung (Joh 6,60-67). Obwohl sich nach seiner Gefangennahme nur noch wenige seiner Nachfolger zu ihm bekannten, gab er dennoch sein Leben als Opfer für die ganze Welt. So unbegreiflich groß ist seine Liebe!

Mit dem Gleichnis vom Sämann ermutigt Jesus seine Nachfolger, verschwenderischer mit der Aussaat des Evangeliums zu sein und ihre Bemühungen nicht vom möglichen Erfolg abhängig zu machen. Möge uns seine Liebe dazu motivieren, selbst fleißig zu säen!

Manfred Böttcher

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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