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Andacht vom 17.03.2012:

Unbemerkt zieht er [Gott] an mir vorüber; er geht vorbei ... und ich nehm' es gar nicht wahr! Hiob 9,11 (Hoffnung für alle)

Ich habe das Gefühl, dass mein Gebet nur bis zur Zimmerdecke geht. Hast du das auch schon gehört oder selbst gedacht? Wer das sagt, hat das Gefühl, sein Gebet erreiche Gott nicht, er spreche nur mit sich selbst.

In manchen Geschichten wird Gott so dargestellt, dass er seinen Thron in den Wolken hat und sehen kann, was wir tun. Auch manche Bibelworte scheinen diese Auffassung zu stützen: "Der HERR schaut vom Himmel und sieht alle Menschenkinder." (Ps 33,13) Seitdem wir den Weltraum erforschen, wissen wir, dass Gott nicht auf einem Wolkenthron sitzt. Und nun suchen wir ihn im unvorstellbar großen Weltraum, und da wir ihn nicht finden, meinen wir, dass er sich in für uns unerreichbaren Fernen befinden muss. Deshalb denken wir, dass unser Gebet Gott nicht erreichen kann.

Hiob glaubte, dass Gott ganz nah bei ihm war, auch wenn er ihn nicht sehen und seine Gegenwart nicht spüren konnte. Er hielt trotzdem an Gott fest, auch als er all seinen Reichtum, seine Kinder und seine Gesundheit verloren hatte, und sich von Gott ungerecht behandelt und verlassen fühlte.

Die moderne Wissenschaft spricht von vielen Dimensionen. Um das verständlich zu machen, stellt man sich zweidimensionale Wesen auf einer Fläche vor, die alles, was sich in der dritten Dimension (dem Raum) abspielt, nicht wahrnehmen können. So können wir uns vorstellen, dass Gott ganz nahe bei uns ist und wir es nicht merken, weil er in anderen Dimensionen lebt und wirkt. Jesus versprach seinen Nachfolgern: "Ich bin immer bei euch, jeden Tag." (Mt 28,20 GNB)

Wir brauchen beim Beten nicht laut zu schreien, wir brauchen kein Mikrofon, keinen Lautsprecher, kein Handy oder teures Funktelefon. Er kennt unsere Gedanken (Ps 139,2). Er ist in unserer Nähe, ganz gleich, wo wir uns gerade befinden. Er hört uns, wenn wir beten, ob wir in unserem Zimmer oder unterwegs sind. Wir müssen auch keinen Termin vereinbaren, denn er ist immer zu sprechen.

Wie Gott das macht, ist für uns unvorstellbar, wenn wir daran denken, wie viele Menschen in der ganzen Welt gleichzeitig zu ihm beten. Aber er ist eben kein Mensch, sondern besitzt viel größere Fähigkeiten, als wir ahnen können. Deshalb lohnt es sich, mit ihm zu reden und ihn um seine Gaben zu bitten. "Was er zusagt, das hält er gewiss." (Ps 33,4)

Günter Lentzsch

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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