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Andacht vom 11.04.2012:

Wer von Gott neues Leben bekommen hat und zu seinen Kindern gehört, der sündigt nicht; denn Gott hat ihm seine Kraft geschenkt, die in ihm wirkt. Weil er ein Kind Gottes ist, kann er nicht länger als Sünder leben. 1. Johannes 3,9 (Hoffnung für alle)

Ich sitze in einer Bibelgesprächsgruppe, es geht um unsere Erlösung durch Jesus Christus und den daraus resultierenden Lebenswandel eines Christen. Mitten in die Diskussion hinein bekennt eine Teilnehmerin: "Es gibt Tage, da sündige ich nicht!" Soll ich sie bewundern oder sogar beneiden? Ich könnte das nämlich von mir nicht behaupten.

Aus biblischer Sicht sind nicht nur Taten, sondern auch Worte, Gedanken, Gefühle, ja sogar Unterlassungen Sünde. Ich brauche nur achtlos an einem Menschen, der meine Zuwendung benötigt, vorüber zu gehen, es bedarf nur eines einzigen abfälligen Gedankens oder eines ablehnenden Gefühls - und schon ist es vorbei mit der eigenen Herrlichkeit. Vor diesem Hintergrund von sich zu behaupten, dass es Tage gibt, an denen man nicht sündigt, ist entweder Ausdruck eines absoluten Maßes an Heiligkeit - oder Unkenntnis des wahren Sachverhalts.

Johannes redet in unserem Andachtswort keineswegs einer menschlichen Sündlosigkeit das Wort, sonst würde er sich innerhalb seines Briefes widersprechen. Kurz vorher stellt er nämlich fest: "Wenn wir behaupten, sündlos zu sein, betrügen wir uns selbst. Dann ist kein Fünkchen Wahrheit in uns." (1 Joh 1,8 Hfa) Hier geht es um gläubige Christen, um Menschen, die eine persönliche Beziehung zu Jesus haben, und dennoch für sich feststellen, dass sie sündigen und auf die Gnade und Vergebung Gottes angewiesen sind.

Wie löst sich nun der Widerspruch zwischen den beiden Aussagen auf? Im Griechischen wird deutlicher, was Johannes meint: Auch Christen sündigen (1 Joh 1,8), sie fallen immer wieder in Sünde und benötigen daher immer wieder Vergebung (Vers 9). Sie führen jedoch keinen sündigen Lebenswandel, denn ihr Stand hat sich geändert: Sie sind nun Kinder Gottes (1 Joh 3,9).

Paulus meint das Gleiche, wenn er Christen als Heilige bezeichnet, weil sie geistlich gesinnte Menschen sind. Ihnen gegenüber stellt er die Feinde Gottes, nämlich fleischlich gesinnte Menschen. Es gibt nur diese beiden Gruppen. Ohne in Sünde zu fallen lebt kein Mensch, auch nicht an besonderen Tagen!

Heinz-Ewald Gattmann

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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