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Andacht vom 17.04.2012:

[Die Jünger] brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf ... Die Menge aber, die ihm voranging und nachfolgte, schrie: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Matthäus 21,7.9

Eine eigenartige Geschichte: Jesus nimmt sich einen Esel, der ihm nicht gehört, lässt sich feiern und hofieren, und reitet als König in Jerusalem ein. Und das alles kurz vor seinem Tod. Warum tut Jesus das?

Matthäus gibt uns eine erste Antwort, indem er darauf hinweist, dass damit das Wort des Propheten erfüllt wird (V. 4). Besonders für Judenchristen, die Adressaten des Matthäusevangeliums, war es wichtig zu lesen, dass sich im Leben Jesu die Vorhersagen auf den kommenden Messias und König erfüllt haben. Viele Einzelheiten bestätigen dies, so der Hinweis des Sacharja (9,9) auf den Ritt nach Jerusalem.

Und warum sollte es gerade ein Esel sein und kein Pferd? Pferde wurden von Königen im Triumphzug nach einem Sieg geritten, doch von dem kommenden König schreibt Sacharja, dass er Krieg und Kriegsrosse abschaffen würde (9,10). So offenbarte sich Jesus als ein friedliebender und Frieden bringender König, ganz entgegen den Erwartungen seiner Zeit.

Jesus wurde bejubelt, so betont Matthäus weiterhin, als "der da kommt im Namen des Herrn", als Gesandter Gottes. Diese Worte stammen aus dem Psalm 118, der zum Passahfest gesungen wurde. Und in der Tat fand diese Begebenheit zum Beginn des Passahfestes statt. Jesus, der Sohn Davids, der kommende König, gab sich als der Gesandte Gottes, als Messias, zu erkennen.

Die darauf folgenden Ereignisse stehen in scharfem Kontrast zu diesem Triumphzug: die Gegnerschaft der Pharisäer und Sadduzäer, der jüdischen Obrigkeit, Jesu Klage über Jerusalem, der Verrat, seine Gefangennahme, der Scheinprozess und schließlich die Rufe des Volkes: "Kreuzige ihn!" Jesus hatte binnen weniger Tage den sprichwörtlichen Wandel vom "Hosianna" zum "Kreuzige ihn" erlebt. Was er immer wieder während seines Erdenlebens erfuhr, verdichtete sich hier in den letzten Tagen: Annahme und Ablehnung, Liebe und Hass, Nachfolge und Verfolgung.

Wer ist Jesus für uns? Und wie ist unsere Reaktion auf ihn?

Roland E. Fischer

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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