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Andacht vom 18.05.2012:

In der Zwischenzeit war Apollos, ein Jude aus Alexandria, nach Ephesus gekommen. Er kannte sich in der Heiligen Schrift gut aus und war ein gewandter Redner. Apostelgeschichte 18,24 (Hoffnung für alle)

Hier begegnen wir einer Persönlichkeit der ersten Christenheit, die selten erwähnt wird, aber offensichtlich großen Einfluss ausübte: Apollos. Er stammte aus Alexandria, der zweitgrößten Stadt im römischen Reich. Dort lebte eine große jüdische Diasporagemeinde, dort begegnete der jüdische Glaube der griechischen Philosophie, dort war auch die Septuaginta (die griechische Übersetzung des Alten Testaments) entstanden. Schließlich gab es in Alexandria eine Bibliothek mit 900.000 Bänden.

Apollos war gebildet und "ein gewandter Redner". Er war offensichtlich in griechischer Philosophie und Rhetorik unterwiesen worden und kannte sich auch bestens in den jüdischen heiligen Schriften aus. Möglicherweise war er ein Schüler des Philo von Alexandrien gewesen, einem großen jüdischen Gelehrten dieser Zeit. Man könnte sagen: Apollos hatte akademische und religiöse Bildung. Er verkündigte nun die Botschaft von Jesus Christus und dabei kam ihm seine umfassende Ausbildung zu Gute, wie der weitere Bericht zeigt.

Das Neue Testament ist nicht bildungsfeindlich. Jesus hatte zwar einfache Fischer unter seinen Nachfolgern, aber auch der gelehrte Paulus, der gebildete Apollos und Lukas, der Arzt, waren bestens geeignete Verkündiger des Evangeliums.

Das Vorbild des Apollos macht gerade uns Christen bewusst, dass eine gute und umfassende Bildung nicht nur uns selbst nutzen, sondern auch die Verkündigung des Evangeliums fördern kann. Siebenten-Tags-Adventisten haben von Anfang an Erziehung und Bildung sehr wertgeschätzt und sie zur Förderung der Mission eingesetzt.

Trotz seiner guten Bildung fehlte Apollos einiges (V. 25), und so war er sich nicht zu schade, bei Aquila und Priscilla noch einmal "in die Lehre" zu gehen. Lebenslanges Lernen bezieht sich auf alle Lebensbereiche. Gerade im Glauben und im Studium der Heiligen Schrift gibt es immer wieder Neues zu entdecken und auch manches zu verlernen. Allerdings ist Lernen und Studieren für Christen kein Selbstzweck, sondern hat letztlich nur ein Ziel: Jesus Christus besser zu erkennen und ihn wirksamer zu bezeugen!

Roland E. Fischer

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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