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Andacht vom 27.05.2012:

Wenn ein Mensch seinen Weg zielstrebig gehen kann, verdankt er das dem Herrn, der ihn liebt. Und wenn er einmal fällt, bleibt er nicht am Boden liegen, denn der Herr hilft ihm wieder auf. Psalm 37,23.24 (Hoffnung für alle)

Die Ampel wechselt auf grün und gibt mir freie Fahrt. Beim Beschleunigen beobachte ich zwei Männer auf dem Bürgersteig. Der jüngere von ihnen hat anscheinend Gehprobleme. Plötzlich verliert er sein Gleichgewicht und stürzt auf die Fahrbahn. Eine Vollbremsung bringt mein Auto kurz vor dem jungen Mann zum Stehen. Der Vater rennt auf die Fahrbahn und stellt seinen Sohn wieder auf die Beine. Ich biete ihnen die Fahrt zum Arzt an. "Nein, wir brauchen keinen Arzt. Wir müssen zum Bahnhof", antwortet der Vater in gebrochenem Deutsch. Mein weiteres Angebot, sie zum Bahnhof zu fahren, nehmen sie dankend an.

Unterwegs erzählen sie mir von ihren Sorgen und ihrer Hilflosigkeit. Der Zwanzigjährige leidet an Epilepsie und bekommt seit Kurzem diese Anfälle. Er ist das jüngste von sechs Kindern. Seit zwei Jahren gehen Vater und Sohn diesen schweren Weg allein, nachdem die Ehefrau und Mutter im Alter von 52 Jahren verstarb. Laut der Ärzte gibt es für den jungen Mann außer den Medikamenten keine weitere medizinische Hilfe.

Stunden später wird mir das Geschehen erst richtig bewusst. Dass mein Auto rechtzeitig zum Stillstand kam, ist nicht selbstverständlich. Was wäre, wenn ich diesen jungen Mann überfahren hätte? Manchmal, meistens unverhofft, stürzen wir im Laufe unseres Lebens auf "gefährliche Straßen". Warum dies geschieht, ist nicht immer erklärbar. Doch eines ist sicher: Gott steht hinter uns, er "überfährt uns nie", er "hält immer rechtzeitig an" und bittet uns "einzusteigen in sein Rettungsfahrzeug". Nehmen wir sein Angebot an, dürfen wir unsere Sorgen, unsere Verletzungen, Hilflosigkeit und Verzweiflung aussprechen, denn sein Angebot, unsere Kümmernisse zu lindern oder zu heilen, steht bei ihm immer an erster Stelle.

Bei der Verabschiedung am Bahnhof empfehle ich dem jungen Mann, sich stets an seinem Vater festzuhalten. Meine Nähe und mein Vertrauen zu Gott können mich vor manchem Sturz bewahren. Falle ich trotzdem, so darf ich wissen: Er steht mir bei und richtet mich wieder auf. Seine Einladung an mich gilt immer und in jeder Situation. Mit Gott komme ich zum sicheren Ziel und darf, geborgen in seiner Liebe, gesunden.

Waltraud Schneider-Kalusche

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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