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Andacht vom 27.07.2012:

Nehmt keine Rache, holt euch nicht selbst euer Recht, meine Lieben, sondern überlasst das Gericht Gott. Er sagt ja in den Heiligen Schriften: "Ich bin der Rächer, ich habe mir das Gericht vorbehalten, ich selbst werde vergelten." Römer 12,19 (Gute Nachricht Bibel)

Ein Geschehen mitten in der Finanzkrise sorgte international für Schlagzeilen: Fünf weitgehend unbescholtene Rentner entführten ihren Finanzmakler und sperrten ihn drei Tage lang in einen Keller. Die geprellten Anleger wollten auf eigene Faust ihr Geld zurückholen. Jemand schrieb im Internet dazu: "So sollte man mit allen Anlagebetrügern umgehen!"

Unser Gerechtigkeitsempfinden mag Sympathie für jemand auslösen, der Schlimmes erlebt und vergeblich darauf gewartet hat, vor Gericht Recht zugesprochen zu bekommen. Nur: Selbstjustiz würde unweigerlich zur Anarchie führen. Rachegedanken zu bekommen ist unter bestimmten Umständen nicht zu vermeiden, aber Rachegedanken zu hegen und zu pflegen, ist höchst gefährlich - zuallererst für uns selbst, wenn wir sie zulassen. Als Christen werden wir vermutlich nicht zur Selbstjustiz greifen, aber Rachegedanken und -Gefühle - jahrelang unterdrückt - werden uns den Frieden rauben und uns innerlich zerfressen.

Um uns vor Selbst- und Fremdzerstörung zu bewahren, erinnert Paulus im heutigen Andachtswort daran, dass Gott dafür zuständig ist, eine Gerechtigkeit zu schaffen, die diesen Namen verdient. Wenn Jesus Christus wiederkommt, wird er als unbestechlicher Richter all denen Recht verschaffen, die übervorteilt und ausgenutzt, unterdrückt oder misshandelt wurden, besonders den Schwächsten der Gesellschaft, für deren Wohlergehen sich niemand ernsthaft interessiert hat. Danach wird er seine neue Welt aufrichten, in der Gerechtigkeit herrscht (2 Ptr 3,13).

Diese Aussichten machen jeden innerlich frei und wieder froh, der Gott seinen "Fall" anvertraut und auf ihn hofft. Und bis es so weit ist, können wir zwei sehr praktische Empfehlungen in die Tat umsetzen, die Paulus im unmittelbaren Zusammenhang unseres Andachtswortes den Christen in Rom gab: "Wenn euch jemand Unrecht tut, dann zahlt es niemals mit gleicher Münze heim" und: "Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern überwinde es durch das Gute!" (Röm 12,17.21 GNB) Das wird nicht immer leicht sein, ist mit Gottes Hilfe aber möglich.

Elí Diez-Prida

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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