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Andacht vom 03.09.2012:

Nur der wird Gottes Anerkennung finden und leben, der ihm vertraut. Römer 1,17 (Hoffnung für alle)

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. So brachten es mir meine Lehrer in der Schule bei. Lenin habe das gesagt. Deshalb, so die Lehrer, ist die Sache auch ganz wichtig für uns. Bis heute habe ich diese Argumentation nicht vergessen. Und bis heute reibe ich mich daran. Ja, es stimmt, wir wollen am liebsten immer alles nachprüfen und kontrollieren. Das steckt so tief in uns drin! Aber ist das gut für uns? Sicher, wenn es beispielsweise um technische Dinge geht, dann ist die Kontrolle wichtig. Eine Maschine schalte ich ein und werde dann den Erfolg sehen oder auch nicht.

Aber wie ist das bei den Dingen zwischen Himmel und Erde, die sich nicht so einfach berechnen und nachprüfen lassen? Zum Beispiel das Vertrauen. Wenn ich vom anderen einen Vertrauensbeweis erwarte oder gar fordere, wenn ich sogar das Vertrauen kontrollieren will, dann ist das Vertrauen gerade auf der Strecke geblieben. Nicht selten schlägt die Beziehung dann in Misstrauen um, auch unter frommen Menschen. Wenn erst einmal das Misstrauen regiert, dann pocht jeder nur noch auf sein Recht.

In der Beziehung zwischen Menschen kann Vertrauen nur dann entstehen und wachsen, wenn nicht jedes Verhalten und jede Aktion des anderen kontrolliert und beurteilt wird. Das können wir von Gott lernen. Er lässt uns freie Hand zum Handeln, er zwingt nicht. Und trotzdem begegnet er uns allen mit unendlicher Liebe, nicht nur den besonders Frommen. Denn unser Wert liegt in Gottes Augen nicht in dem, was wir tun oder nicht tun, sondern zuallererst in der Tatsache, dass wir seine Geschöpfe sind. Das adelt jeden von uns so sehr, dass wir uns einander ebenfalls in Wertschätzung und Hochachtung begegnen sollten, selbst wenn wir uns nicht verstehen.

Ein solches Verhalten dokumentiert die eigentliche Bedeutung dessen, was wir mit "glauben" beschreiben. Wenn ich an Gott glaube, dann ist das vergleichbar mit einer guten Beziehung, die vom Vertrauen lebt und nicht laufend Kontrolle nötig hat. Es ist wie eine schöne Freundschaft, in der man sich ganz auf den andern verlassen kann, selbst dann, wenn man ihn nicht völlig versteht.

Ich wünsche uns mehr Mut zum Vertrauen. Denn Kontrolle ist gut, in der Beziehung zwischen Menschen und zu Gott ist Vertrauen aber viel besser.

Johannes Hartlapp

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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