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Andacht vom 04.09.2012:

Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch freimachen. Johannes 8,31.32

Seit der französischen Revolution (1789) gilt Freiheit als ein hohes Gut des Menschen. Autonomie (wörtlich: Selbstgesetzlichkeit) heißt seine Parole. Jede Bindung empfindet er als Beschneidung seiner Freiheit. Das Grundgesetz sichert uns viele Freiheiten zu: Meinungsfreiheit, Glaubens- und Gewissensfreiheit, Pressefreiheit und viele andere Freiheiten. Wenn uns dennoch irgendwo Unfreiheit begegnet, wird Streik und Widerstand mobilisiert.

Einerseits hat Gott dem Menschen in der Schöpfung Entscheidungsfreiheit gewährt, denn er kennt keinen Zwang. Aber er nennt uns auch die Konsequenzen unserer Entscheidungen. Seit dem Sündenfall lebt der Mensch unter der Knechtschaft und Gefangenschaft der Sünde und des Todes. Die Freiheit unter Gott hat er mit der Unfreiheit getauscht. Um uns davon zu befreien, ist Jesus zu uns gekommen. Er zeigte uns den Weg zu wahrer Freiheit: "Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort ... wird euch die Wahrheit frei machen." Wer sich aus freier Entscheidung an ihn bindet, verbindet sich mit der Quelle der Freiheit. Die Bindung an ihn befreit uns von der Bindung an die Sünde und alle ihre Folgen.

Eine absolute Freiheit gibt es nicht, weder nach dem Grundgesetz, noch nach den Aussagen der Bibel. "Meine Freiheit endet da, wo die Freiheit meines Nächsten beginnt." Diese These eines Unbekannten hat Adelbert Stifter genauer beschrieben: "Freiheit ist also nicht die Erlaubnis zu jeder möglichen Tat, das wäre nur Freiheit für einen und Sklaverei für den anderen, und würden wir alle insgesamt diese Freiheit ausüben wollen, so wäre der Krieg aller gegen alle die Folge, also gerade die Vernichtung der Freiheit. Die Freiheit ist also eigentlich der leere Rahmen, den die Menschen mit sittlichen Taten erfüllen sollen." Statt "mit sittlicher Taten erfüllen" würde Jesus wohl sagen: "mit dem Willen Gottes erfüllen".

Fazit: Entweder wir binden uns durch unseren Glauben an Gott oder wir bleiben an Sünde, Tod und Teufel gebunden. Luther hat das trefflich erkannt, wenn er den Menschen mit einem Reittier vergleicht, den entweder Gott oder der Teufel reitet.

Joachim Hildebrandt

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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