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Andacht vom 25.09.2012:

Bei dem HERRN findet man Hilfe. Psalm 3,9

Das Andachtswort aus dem kurzen Psalm stammt von David, "als er vor seinem Sohn Absalom floh" (V. 1). Er hatte in seinem Leben viele Bedrängnisse und Nöte erfahren müssen, doch dies war wohl die ärgste.

Wie war es dazu gekommen? David hatte nach der Schandtat seines Sohnes Ammon an Absaloms Schwester seine Verantwortung als Vater und König nicht wahrgenommen. So nahm sich Absalom selbst das Recht zur Vergeltung (2 Sam 13). Weil David auch diese Angelegenheit nicht aufgearbeitet hatte, zettelte Absalom geraume Zeit später einen Aufruhr an gegen seinen eigenen Vater, den König. Die Situation schien für David aussichtslos zu sein; daher verließ er Jerusalem (2 Sam 15,1-14).

Der dritte Psalm - im eigentlichen Sinn ein Bekenntnis - beginnt damit, dass David dem Herrn seine Bedrängnis klagt (siehe Ps 3,2.3). Auch wir dürfen Gott in aussichtslosen Situationen ganz offen unsere verzweifelte Not klagen - ob wir sie nun selbst verschuldet haben oder nicht. Das ist besser, als nach außen fromm und Gott ergeben zu tun, obwohl es in unserem Innern kocht.

Wir haben es nicht nötig, unsere Probleme klein zu reden, seien es Probleme in Ehe und Familie, Sorgen um den Arbeitsplatz oder eine Krankheit. Weil wir jedoch einen großen Gott haben, werden wir ermutigt, wie David zu bitten: "Auf, HERR, und hilf mir, mein Gott." (V. 8) Gerade in aussichtslos erscheinenden Situationen dürfen wir uns Gottes Zusagen in Erinnerung rufen. Sie sollten uns gleichsam einer eisernen Ration in Notlagen im Gedächtnis sein. "Behandle Gottes Zusagen nicht wie Museumsstücke, sondern glaube ihnen und mache von ihnen Gebrauch", sagte der bekannte Evangelist Charles Spurgeon (1834-1892). Glauben heißt nicht etwas meinen, sondern den Finger auf Gottes Zusagen in seinem Wort legen: So steht es geschrieben: Herr, ich vertraue dir, dass du deine Versprechen erfüllen wirst. "Nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen erfüllt Gott", erklärte Dietrich Bonhoeffer (1906-1945).

Gott und Christus werden bei uns sein - "jeden Tag, bis zum Ende der Welt" (Mt 28,20 GNB). Wir sollten uns an frühere Erfahrungen mit Gott erinnern. Das bewahrt uns davor, dass unsere Gedanken nur um die eigene Not kreisen. Wenngleich wir nicht wissen, wie Gott eingreift, dürfen wir mit David dennoch an der Gewissheit festhalten: "Bei dem HERRN findet man Hilfe."

Manfred Böttcher

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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