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Andacht vom 15.03.2013:

So ist es auch mit euch. Wenn ihr alles getan habt, was Gott euch befohlen hat, dann sagt: "Wir sind Diener, weiter nichts; wir haben nur getan, was uns aufgetragen war." Lukas 17,10 (Gute Nachricht Bibel)

Jesus erzählte in den Versen vorher von einem Knecht, der abends vom Pflügen oder Schafehüten nach Hause kommt und dem selbstverständlich noch zugemutet wird, zuerst seinem Herrn zu Tisch zu dienen, bevor er selbst etwas essen darf. Und dann stellte Jesus an seine Jünger die Frage: "Wird er sich [der Herr] etwa bei dem Sklaven bedanken, weil der getan hat, was ihm befohlen war?" (V. 9 GNB)

Das klingt auf den ersten Blick wenig freundlich. Erhalten wir von Gott nicht einmal ein Dankeschön, wenn wir uns zeitlebens für ihn und seine Sache einsetzen? Hat er nicht gesagt, dass schon, wenn wir jemandem einen Becher Wasser zu trinken geben, dies "nicht unbelohnt bleiben" wird? (Mt 10,42)

Nun, bei Gleichnissen und Geschichten ist es nicht angebracht, jede Einzelheit zu deuten bzw. auf uns zu übertragen, sondern es kommt auf die Pointe, den einen Vergleichspunkt, an. Jesus wollte sagen, dass ein Nachfolger Jesu keinen Anspruch auf Lohn geltend machen kann. "Wir sind Diener, weiter nichts; wir haben nur getan, was uns aufgetragen war." Mit diesen Worten machte Jesus deutlich: Zuerst komme ich, der Herr, dann erst ihr. Verlasst die Einstellung, dass ich euch gegenüber zu irgendetwas verpflichtet bin. Seid nicht stolz auf eure Leistungen.

Ob diese Mahnung auch heute noch angebracht ist? Jesus redete mit dieser Geschichte nicht zu Ungläubigen, die grundsätzlich keinen Herrn über sich dulden. Er sprach zu seinen Jüngern, die immer wieder mal in der Gefahr standen, ihren Aufwand an Zeit und Geld bei Gott in Rechnung stellen zu wollen, die dazu neigten, sich mit denen zu vergleichen, die ihrer Meinung nach weniger taten, nicht so gut den Willen Gottes kannten, weniger "richtig" glaubten.

Jesus möchte, dass wir ihm dienen, ohne uns auf Kosten Anderer herauszuputzen, ohne bei ihm auf einen nach unserem Gutdünken festgelegten Tariflohn zu spekulieren. Wer die Gesinnung der Demut, der Dankbarkeit und der selbstverständlichen Pflichterfüllung verinnerlicht, wird - und das ist das Überraschende - am Ende nicht leer ausgehen, sondern von Jesus Christus mehr empfangen, als er sich je hat träumen lassen.

Josef Butscher

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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