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Andacht vom 15.04.2013:

Wer seine Sünde leugnet, dem wird´s nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen. Sprüche 28,13

Wollte er teure Geräte aus der Kapelle stehlen und verhökern? Oder war er auf schnelles Geld für Drogen aus? Jedenfalls schlich er nachts um das Luzerner Gemeindehaus und suchte ein Kellerfenster, durch das er einbrechen konnte. Er öffnete ein Abdeckgitter und wollte herunterklettern, doch dies war ein Lüftungsschacht. Daher stürzte er fünf Meter in die Tiefe und verletzte sich am Kopf und am Bein. Der Schacht war so eng, dass er nicht mehr herauskriechen konnte.

Nun blieb ihm nichts übrig, als laut um Hilfe zu rufen. Es dauerte einige Zeit, bis Nachbarn sein Jammern hörten. Sie riefen die Polizei. Die Polizisten konnten aber den Einbrecher nicht verhaften, da er feststeckte. Die Feuerwehr musste kommen, und auch diese Fachleute brauchten 90 Minuten, bis sie den Übeltäter herausgezogen hatten. Das Pastorenehepaar verzichtete auf eine Anzeige und vergab dem Einbrecher, denn er war durch seine Schmerzen und die Stunden in Angst und Enge genügend "bestraft".

Auch wir tappen manchmal in eine Falle. Manches Ziel erscheint uns reizvoll; wir meinen, dass wir es unbedingt erreichen müssten. Vielleicht sind wir bereit, auch den Weg durchs "Kellerfenster" zu wählen und stürzen ab. Dann stecken wir in der Klemme, leiden Schmerzen, haben Angst.

Hier ist "Diskretion" nicht am Platz! Sünde geht immer "ans Leben"; da müssen wir laut um Hilfe schreien. Meist wissen die Anderen sowieso besser über unsere Fehler Bescheid, als wir es wahrhaben wollen. Je lauter wir rufen, umso schneller wird uns geholfen. Und wenn wir offen zugeben, was wir falsch gemacht haben, verraten wir den Anderen nichts Neues und können viel schneller befreit und geheilt werden. Denn jeder Verstoß gegen das Prinzip der Gottes- und Nächstenliebe verursacht Schmerzen und Not.

Sünde entwickelt einen Sog nach unten. Wir geraten in einen Strudel aus Notlügen und Ausflüchten, und können uns nicht am eigenen Schopf herausziehen. Doch wenn wir unseren Fehler einsehen und offen bekennen, werden wir aus diesem Loch herausgeholt und Gott vergibt uns in seiner Liebe.

Sünden und Wunden brauchen das helle Tageslicht, damit sie gereinigt, vergeben und geheilt werden können. Gott verspricht uns "Barmherzigkeit". Wir dürfen ihn immer wieder darum bitten.

Sylvia Renz

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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