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Andacht vom 26.09.2013:

Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HERRN behält den Sieg! Die Rechte des HERRN ist erhöht; die Rechte des HERRN behält den Sieg! Psalm 118,15.16

"Den Vogel, der am Morgen singt, holt am Abend die Katze", sagt der Volksmund. Und: "Freu dich nicht zu früh!", musste schon mancher hören, der unbekümmert und zuversichtlich auf eine schwierige Situation zuging, weil er vom guten Ausgang seiner Sache überzeugt war. Doch der Psalmsänger hört schon Freuden und Siegesgesänge in den Hütten der Gerechten. Aber in seinem Lied erscheinen auch die Molltöne menschlicher Not und Bedrängnis. Da gibt es Ängste, missgünstige Menschen und tätliche Angriffe: "Man stößt mich, dass ich fallen soll." (V. 13) Selbst Leben und Gesundheit scheinen schwer bedroht zu sein. Wer da Freudengesänge anstimmt, muss sich schon fragen lassen, ob er den Ernst der Lage verkennt und sich durch Pfeifen im dunklen Wald Mut machen will.

Doch der Dichter des Psalmliedes ist Realist. Die Grenzen der eigenen Möglichkeiten hat er klar vor Augen. Auch auf die Hilfe von Menschen oder gar Fürsten mag er sich nicht verlassen. Trotzdem sieht er sich nicht als alleingelassen und auf sich gestellt. Er hat einen Helfer, dessen Mittel unbegrenzt sind. Und mit ihm hat er von Anfang an alle seine Probleme besprochen: "In der Angst rief ich den HERRN an; und der HERR erhörte mich und tröstete mich." (V. 5) In der Enge seiner Lebenssituation wird ihm das zur Erfahrung, die ihn tief durchatmen lässt: "Der HERR ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht; was können mir Menschen tun? Der HERR ist mit mir, mir zu helfen ... Es ist gut, auf den HERRN [zu] vertrauen." (V. 68)

Hier gibt ein Mensch offen zu: Ich brauche nicht den Helden zu spielen, ich darf mich zu meiner Angst und Ratlosigkeit bekennen und mich dann hinter einem breiten Rücken verstecken: "Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil." (V. 14) An dieser Stelle bricht sich die Freude Bahn, die vom Sieg singen kann: "Die Rechte des HERRN behält den Sieg!" (V. 15b)

Dieser Sieg wirkt in mein kleines Leben hinein: "Ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen." (V. 21) In fröhlicher Dankbarkeit klingt der Psalm aus und nimmt Gott in eine tiefe, persönliche Beziehung hinein: "Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich prei sen." (V. 28) Mit diesem Gebet kann ich getrost und mit Freuden vom Sieg singen, den Gott für mich bereithält.

Johannes Fiedler

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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