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Andacht vom 09.11.2013:

Paulus aber blieb noch eine Zeit lang dort. Danach nahm er Abschied von den Brüdern und wollte nach Syrien fahren. Apostelgeschichte 18,18a

"Abschied nehmen ist immer ein Stück Sterben", sagt ein französisches Sprichwort. Paulus ging und die Brüder blieben zurück. Wenn wir Abschied nehmen, bleibt immer etwas zurück: ein Lebensabschnitt, ein Wohnort, eine Arbeitsstelle. Wer hat nicht schon einmal auf einem Bahnsteig gestanden und dem Zug mit dem Scheidenden nachgewinkt? Oder wir schauen dem Auto oder Flugzeug hinterher, das uns die entschwinden lässt, mit denen wir bis eben noch Gemeinschaft hatten.

Situationen des Abschiednehmens gibt es viele: Wir verlassen die Schule und nehmen Abschied von der Kindheit. Wir heiraten und nehmen Abschied von dem bisherigen Zuhause. Kinder werden älter und nehmen Abschied von den Eltern. Wir werden Rentner und verabschieden uns von den Kollegen. Später fordert das Alter oder eine Krankheit, dass wir uns von liebgewordenen Gewohnheiten verabschieden müssen. "Abschied nehmen ist immer ein Stück Sterben." Die Wahrheit dieses Wortes wird uns besonders auf Friedhöfen bewusst, wenn wir an Gräbern stehen und uns von Angehörigen oder geschätzten Mitmenschen verabschieden müssen.

Abschied nehmen macht traurig. "Scheiden tut weh." "Ihr habt nun Traurigkeit", sagte Jesus zu den zurückbleibenden Jüngern, "aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen." (Joh 16,22) Alle unsere Freuden sind zeitlich: sie hören auf, sind begrenzt. Sie werden uns früher oder später genommen. Jesus versprach eine Freude ohne Ende. Und Paulus war sich gewiss, dass "weder Tod noch Leben ... uns scheiden kann von der Liebe Gottes" (Röm 8,38.39).

In dieser Welt ist Scheiden allgegenwärtig, manchmal nötig, bisweilen gewollt, mitunter erzwungen, oft schmerzhaft. "Wir haben uns scheiden lassen" - wie viel Bitterkeit drückt dieser Satz aus. Aber auch liebe, treue Eheleute müssen mit einer Scheidung rechnen, denn es heißt: "... bis der Tod uns scheidet." Einer geht zuerst und lässt den Anderen zurück.

Doch nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes - ausgenommen wir selbst. Der ewige Gott verspricht uns eine ewige Freude im ewigen Leben. Halten wir daran fest!

Lothar Reiche

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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