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Andacht vom 09.05.2014:

Nachdem er das gesagt hatte, nahm Gott ihn zu sich. Eine Wolke verhüllte ihn vor ihren Augen, und sie sahen ihn nicht mehr. Noch während sie überrascht nach oben blickten ... Apostelgeschichte 1,9-10a (Hoffnung für alle)

Was drückte dieser Blick der Jünger "nach oben" aus? Zuerst wahrscheinlich Verblüffung und Verwunderung. Sie unterhielten sich noch mit Jesus, schmiedeten vielleicht Pläne für die Verbreitung des Evangeliums - da wurde Jesus plötzlich weggenommen und sie sahen ihn nicht mehr. Das kam völlig unerwartet und war verblüffend. Wir können uns gut vorstellen, dass sie mit offenem Mund nach oben starrten. Vielleicht drückte dieser Blick auch Erwartung oder Unsicherheit aus. Und jetzt?, dachten sie möglicherweise. Wie geht´s weiter? Kommt er bald wieder? Oder sind wir alleingelassen?

Wir blicken in unserem Leben auch ab und zu nach oben. Was drückt unser Blick aus? Vielleicht bedeutet das Nach-oben-Schauen manchmal: Was soll denn das nun schon wieder, Gott? Wir haben etwas Überraschendes, nicht unbedingt Positives, erlebt: einen Rückschlag im Leben, die Enttäuschung einer Hoffnung, das Scheitern eines Planes. Oder wir haben den Eindruck, es widerfährt uns etwas Unerklärliches. Wir können das nicht einordnen, können keinen Sinn erkennen, und fragen: Wie geht´s weiter? Wo ist Gott?

Der Blick nach oben ist vieldeutig, doch die Jünger wussten, dass sie nicht in den leeren Himmel schauten, sondern dass sie Jesus hinterherblickten.

Ich möchte uns dazu ermutigen, dass dieser Blick nach oben noch eine andere Bedeutung annimmt, und zwar so, wie sie im Hebräerbrief ausgedrückt wird: Lasst uns "aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens" (Hbr 12,2a).

Wenn wir nach oben blicken, schauen wir auf Jesus. Nicht in den leeren Himmel, nicht auf verhüllende Wolken, sondern auf Jesus. Nicht die Himmelfahrt selbst steht im Mittelpunkt, sondern der gen Himmel gefahren ist. Auf ihn schauen wir, der zur Rechten Gottes sitzt; auf Jesus, der unser himmlischer Fürsprecher ist; auf ihn, der uns versteht und es gut mit uns meint; auf Jesus, dem alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist (Mt 28,18); auf ihn, der als König des Universums wiederkommt.

Anfang und Ende unseres Glaubens liegen in ihm. Wenn der Glaube angefochten ist, wenn wir mutlos sind oder Zweifel haben, dann sollten wir nach oben blicken - zu Jesus, dem Grund unserer Hoffnung. Das ist der Blick des Glaubens!

Roland E. Fischer

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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